Drei Zinnen Umrundung, Wanderung zur Auronzohütte, Drei-Zinnen-Hütte und Langalm

Wanderung um die 3 Zinnen im Herzen der Sextener Dolomiten

Die Drei Zinnen, das steinerne Herz der Dolomiten
Die Drei Zinnen, das steinerne Herz der Dolomiten

Ausgangspunkt dieser gemütlichen und zugleich äußerst lohnenden Rundwanderung um die weltberühmten Drei Zinnen ist der weitläufige Wanderparkplatz nahe der Auronzohütte auf 2.320m Höhe. Nahe der Hütte folgt man dem Wanderweg Nr. 101 in Richtung Lavaredo-Hütte.

Von der einladenden Hütte auf 2.344m Höhe kann man entweder zu Füßen der Kleinen Zinne oder auf dem rechts abzweigenden, etwas längeren, dafür aber gemütlicheren Schotterweg zum Paternsattel auf 2.454m hochwandern.

Oben angekommen, genießt man einen atemberaubenden Blick auf die majestätischen Drei Zinnen, den imposanten Paternkofel und die gesamte Drei-Zinnen-Hochfläche.

Sodann windet sich der Weg Nr. 101 nahezu eben bzw. im sanften Auf und Ab zur Drei-Zinnen-Hütte, in der sich während der Sommermonate täglich bis zu 2.000 Besucher einfinden.

Dem Weg Nr. 105 in Richtung Langalm folgend, wandert man sodann zum Rienzboden hinab, auf dem sich mehrere Rinnsale zur Rienz vereinen.

Von dort schlängelt sich der Weg im leichten Anstieg zur gemütlichen Langalm auf 2.283m Höhe empor. Nach wie vor der Markierung Nr. 105 folgend, wandert man sodann zum westlichen Rand der Drei Zinnen zur Col-de-Medo-Scharte hoch.

Von hier gelangt man nach etwa 20 Minuten zum Wanderparkplatz zurück.

 

Die türkisblauen Bödenseen
Die türkisblauen Bödenseen

Drei Zinnen Anfahrt

Den Ausgangspunkt dieser Wanderung kann man bequem mit dem Auto erreichen: Bei Toblach fährt man auf der Staatsstraße 51 durch das Höhlensteintal. Gleich hinter dem Dürrensee zweigt bei Schluderbach links die Straße nach Misurina ab. Nahe Misurina folgt man sodann der kostenpflichtigen Mautstraße in Richtung Tre Cime (Drei Zinnen).

 

Zu Füßen des Paternkofel schlängelt sich der Weg gemächlich in Richtung Drei-Zinnen-Hütte
Zu Füßen des Paternkofel schlängelt sich der Weg gemächlich in Richtung Drei-Zinnen-Hütte

Ungefähre Richtzeit

Auronzohütte - Drei Zinnen Hütte - Langalm - Ausgangspunkt: Etwa drei Stunden

 

Die imposanten Felszacken der Cadini di Misurina
Die imposanten Felszacken der Cadini di Misurina

Auronzohütte Drei Zinnen Maut

Die Maut zur Auronzohütte für PKWs beträgt 30€ (Stand Sommer 2018).

 

Im Bann der Drei Zinnen
Im Bann der Drei Zinnen

Details zur Auronzohütte

Viele der heutigen Wanderwege wurden während des Ersten Weltkrieges als Nachschubwege angelegt. Dazu zählt auch jener von der Auronzohütte auf den Paternsattel.

Der Weg von der Auronzohütte ist übrigens der schnellste und einfachste Zugang zur Drei-Zinnen-Hütte. Daneben kann man sie auch vom Fischleintal, vom Büllelejoch, vom Innerfeldtal oder vom Rienztal erwandern.

 

Paternkofel
Paternkofel

Sepp Innerkofler, vom Tourismuspionier, Hüttenwirt und legendären Bergsteiger zum gefeierten Kriegshelden

Als das zunächst neutrale Italien der Habsburgermonarchie im Mai des Jahres 1915 den Krieg erklärte und sein Vorstoß durch die Dolomiten drohte, schien Tirol diesem Angriff zunächst nahezu schutzlos ausgeliefert zu sein. Der Großteil der wehrfähigen Männer war nämlich an der Ostfront zu Felde gezogen. Namentlich im verträumten Sexten sollen sich damals mehr Touristen aufgehalten haben als wehrfähige Männer.

Mithin waren die meist alten oder jungen und unerfahrenen Standschützen nebst einigen Truppen des deutschen Alpenkorps das letzte Aufgebot, das gegen den einstigen Bündnispartner in den Krieg geschickt wurde. Zu Ersteren zählte auch der Hüttenwirt der Drei-Zinnen-Hütte Sepp Innerkofler.

Als routinierter Bergführer und einer der besten Bergsteiger seiner Generation, der sich bereits durch zahlreiche waghalsige Erstbesteigungen einen Namen gemacht hatte, kannte er sich bestens in der hiesigen Bergwelt aus.

Aus diesem Grunde führte er die aus wenigen Männern bestehende „fliegende Patrouille“ an, welche die Sextner Dolomitengipfel erklomm. Oben angekommen, entzündeten sie Feuer oder gaben einige Schüsse ab, um deren Besetzung vorzutäuschen und den italienischen Rückzug zu erwirken – mit Erfolg: Dem wenige Mann starken Aufgebot gelang es durch diesen klugen Schachzug, den Frontabschnitt zu halten.

Als Innerkofler aber zur Besetzung des Paternkofel anregte, stieß er bei seinen Vorgesetzten zunächst auf Ablehnung. Erst als die Italiener diesen strategisch wichtigen Gipfel erobert hatten, erkannten sie, dass er ihnen die Kontrolle über das ganze Gebiet gesichert hätte.

Nachdem Innerkofler beim waghalsigen Versuch, den Berg zurückzuerobern, am 04. Juli 1915 ums Leben gekommen war, bestatteten die Italiener seinen leblosen Körper am Gipfel des Paternkofel.

Auf Wunsch seiner Angehörigen wurde er drei Jahre später exhumiert und im Sextner Friedhof beigesetzt.

Infos zur Wanderung

  • Dauer: 03:00 h
  • Länge: 10.1 km
  • Höhenmeter: 375 m
  • Min. Höhe: 2170 m
  • Max. Höhe: 2450 m

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