Sorapis See wandern

Wanderung zum Sorapis See und zur Vandelli Hütte (Rifugio al Sorapis)

Märchenhaft spiegelt sich die Umgebung im türkisfarbenen Sorapis-See
Hinweg
01:50h
Dauer
03:45h
Länge
11.6km
Höhenmeter
400m
anspruchsvoll

Diese beliebte Wanderung führt ohne große Höhenunterschiede über einige ausgesetzte Passagen vom Passo Tre Croci zum türkis schimmernden, von steilen Felsen umschlossenen Sorapis See.

Am türkis schillernden Sorapis-See

Wegbeschreibung Sorapis See

Die Wanderung zum Sorapis See beginnt auf einem der Parkplätze auf oder kurz vor dem Tre-Croci-Pass, der Misurina mit Cortina d’Ampezzo verbindet (Anfahrt über das Höhlensteintal und Misurina).

Hier folgt man dem Weg Nr. 215 in Richtung Vandelli-Hütte bzw. „Rifugio al Sorapis“. Er führt zunächst nahezu eben durch einen lauschigen Wald, der ab und an schöne Ausblicke auf die umliegenden Belluneser Dolomiten freigibt.

Schließlich lichtet sich der Wald. Nun wird der bislang recht breite Weg allmählich schmaler, holpriger und etwas steiler, dafür aber landschaftlich interessanter: So schweift der Blick über dichte, tiefgrüne Wälder auf die gegenüberliegenden, hochaufragenden Felswände. Selbst die markanten Zacken der weltberühmten Drei Zinnen lassen sich in der Ferne ausmachen.

Kurz darauf trifft man auf einige ausgesetzte Passagen, die dank der in den Felsen geschlagenen Stahlseile und Metallstufen recht einfach zu überwinden sind. Dennoch sei dieser Weg nur trittsicheren und schwindelfreien Wanderern empfohlen, zumal der schmale, felsdurchsetzte Steig zum Teil dicht an tiefen Abgründen vorbeiführt.

Dahinter taucht man erneut in einen lichten Wald ein. Nun ist die steinerne Vandelli Hütte mit ihren markanten blau-weißen Fensterläden nicht mehr fern. Umgeben von hohen Bäumen und noch höheren Felsen lädt sie auf 1.926 m Höhe zur gemütlichen Einkehr.

Zuvor aber sollte man noch zum nahen Sorapis See aufsteigen, der je nach Jahreszeit milchig oder klar, stets aber in einem nahezu unwirklich anmutenden Türkisblau schimmert. Seine gleichsam märchenhafte Farbe ist übrigens seinem hohen Kalkgehalt geschuldet.

Empfehlenswert ist die Umrundung des Sorapis Sees auf schmalen, von Latschenkiefern und Sträuchern umsäumten Pfaden.

Der Rückweg vom Sorapis See erfolgt auf dem Hinweg.

 

Vom Tre-Croci-Pass führt der Weg zunächst nahezu eben in Richtung Sorapis-See

Wie der Sorapiss (See) zu seinem Namen kam...

Der Sorapis See wird von unterirdisch zulaufenden Quellen des 3.205 m hohen Sorapiss gespeist. Etwas unterhalb der Bergsees stürzt sein Wasser in einem Wasserfall zu Tale, von dem sich sein Name ableitet. Unter „Piss“ versteht man im Ladinischen nämlich einen Wasserfall. „Sora el Piss“ bedeutet demnach nichts anderes als „über dem Wasserfall“.

 

Der Weg zum Sorapis-See ist mit Stahlseilen und Metalltreppen gesichert

Interessante Details zur Vandelli Hütte

Der Deutsche und Österreichische Alpenverein hatte im Jahre 1821 eine Hütte direkt am Sorapis See errichtet. Nachdem diese von einer Lawine verschüttet und wieder aufgebaut worden war, sollte sie alsbald erneut einer Lawine zum Opfer fallen.

Auch der Hütte, die nach dem Ersten Weltkrieg vom CAI (Club Alpino Italiano) hier errichtet wurde, sollten nur vier Jahrzehnte beschieden sein: Sie fiel 1959 den Flammen zum Opfer.

Die heutige Hütte geht indes auf das Jahr 1966 zurück. Sie wurde nach dem damaligen CAI-Präsidenten Adolfo Vandelli benannt.

 

Der Weg zum Sorapis-See führt über gesicherte Passagen

Der sagenhafte Sorapiss

Um den Namensgeber des Sees, den 3.205 m hohen Sorapiss, rankt sich übrigens eine anrührende Sage: König Sorapiss hatte eine schöne, aber eitle und verwöhnte Tochter namens Misurina, die er über alles liebte.

Eines Tages beanspruchte diese den Spiegel einer Fee für sich. Vergeblich versuchte Sorapiss, ihr diesen Wunsch auszureden. Schließlich gab er ihren Bitten nach und begleitete sie auf den Monte Cristallo, auf dem die Fee wohnte.

Oben angekommen, bat er die Fee inständig um den Spiegel. Diese aber ließ sich lange nicht erweichen. Schließlich stellte sie dem König eine grausame Bedingung: Sie sei nur dann bereit, ihm den Spiegel auszuhändigen, wenn er sich in einen mächtigen Berg verwandle, der hohe Schatten auf ihren Blumengarten werfe und ihn so vor dem gleißenden Sonnenlicht beschütze.

Tatsächlich tat Sorapiss, wie ihm geheißen worden war. Doch als er allmählich zu Stein erstarrte, taumelte die zutiefst betroffene Misurina und stürzte zu Tal. Als Sorapis dies sah, flossen dicke Tränen aus seinen Augen, die sich zu einem See sammelten: den Misurinasee.

Infos Sorapis See wandern

  • Dauer:03:45 h
  • Länge:11.6 km
  • Höhenmeter:400 m

  • Min. Höhe:1723 m
  • Max. Höhe:1925 m

Willkommen auf Hiwio

Wir verwenden Cookies zur Bereitstellung unserer Dienste, um nützliche Funktionen anzubieten, die Leistung zu messen und um Ihre Erfahrung zu verbessern. Durch die Nutzung dieser Webseite und unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Wenn Sie auf "Akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung aller Cookies zu. Wenn Sie auf "Nur notwendige" klicken, erklären Sie sich nur mit technisch notwendigen Cookies einverstanden.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.

Mehr Informationen