Michael Pachers Wohnhaus und Werkstätte in Bruneck

Das Neuhauser-Haus, Stadtgasse Nr. 29

In diesem Haus lebte und arbeitete einst der Südtiroler Maler und Bildschnitzer Michael Pacher (um 1435-1498), der zu den wichtigsten Vertretern der österreichischen Spätgotik zählt.
Da nur einzelne Dokumente wie Verträge, Rechnungen oder Quittungen auf uns zugekommen sind, ist nur wenig aus seinem Leben bekannt. Vermutlich in oder um Bruneck geboren, trat er nach absolvierter Lehre seine Gesellenreise an, die ihn nach Padua führte. Hiesige Künstler wie Donatello oder Mantegna, der Meister der Perspektive, sollten sein künftiges Schaffen nachhaltig beeinflussen. Im Jahre 1455 erlangte Pacher, der sich fortan „Maister Michael, Maler zu Braunegk“ nannte, das Brunecker Bürger- und Meisterrecht. Wenig später erwarb er dieses Wohnhaus. Hier richtete er auch seine Werkstätte ein, die heute als eine der produktivsten Altarbauwerkstätten jener Tage gehandelt wird.
Heute ist Pacher vornehmlich wegen seiner kunstvoll gestalteten, plastischen Altarwerke bekannt, die mit ihren ausdrucksstarken Skulpturen und Bildtafeln eine nahezu formvollendete Symbiose von Bildschnitzerei und Malerei bilden.

 

Details am Rande

Die letzten drei Jahre seines Lebens brachte Pacher in Salzburg zu, wo er am Hochaltar der hiesigen Franziskanerkirche, dem größten Flügelaltar des gesamten deutschsprachigen Raumes, arbeitete. Allerdings verstarb er noch vor dessen Fertigstellung.
Da sämtliche Werke Pachers Auftragsarbeiten waren, sind nur wenige in Südtirol verblieben.
 

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