Wanderung Averau Hütte und Nuvolau Hütte

Rundwanderung vom Falzaregopass zum Rifugio Averau und Rifugio Nuvolau in den Dolomiten

In der Averau Hütte werden die Gäste mit schmackhaften Speisen verwöhnt
In der Averau Hütte werden die Gäste mit schmackhaften Speisen verwöhnt

Die panoramareiche Wanderung zur Averau Hütte und zur Nuvolau Hütte im Herzen der Dolomiten wartet mit atemberaubenden Ausblicken, abwechslungsreichen Wanderwegen und genüsslichen Einkehrmöglichkeiten auf.

 

Ausblick von der Nuvolau Hütte
Ausblick von der Nuvolau Hütte

Wegbeschreibung zur Averau Hütte und zur Nuvolau Hütte

Ausgangspunkt ist der weitläufige Parkplatz der Lagazuoi-Seilbahn auf dem knapp hinter der Südtiroler Landesgrenze gelegenen Falzarego-Pass im Belluno.

Hier schlägt man den anfangs recht breiten Wanderweg Nr. 441 in Richtung Averau Hütte ein. Mit Blick auf den markanten Averau schlängelt er sich im zumeist sanften Auf und Ab über einen grasbewachsenen Kamm.

Hinter einer Brücke wird der Weg allmählich steiler und steinbeschlagener und führt schließlich durch eine kalkweiße, felsendurchsetzte und schotterbeladene Steilrinne. Wenngleich man hier mitunter die Hände zu Hilfe nehmen muss, ist sie recht einfach zu meistern.

Dahinter windet sich der nunmehr nahezu ebene Steig zu Füßen des Averau zur gleichnamigen Scharte. Unterwegs erschließen sich traumverlorene Ausblicke auf mächtige Dolomitengipfel wie den Pelmo, die Civetta oder die Marmolata.

Etwas unterhalb der Scharte liegt auch schon die gemütliche Averau Hütte, die zur sinnenfreudigen Einkehr einlädt.

Zuvor aber lohnt noch der Anstieg auf den nahen Nuvolau. Dazu wandert man auf dem Weg Nr. 439 (Vorsicht: kein Wegweiser bei der Hütte) südostwärts über den anfangs begrasten und später steinbeschlagenen Schutthang.

Neben der Nuvolau Hütte auf dem gleichnamigen Berg erschließt sich schließlich ein wahrlich unvergesslicher Ausblick auf namhafte Gipfel wie den Kleinen Lagazuoi, den Monte Cristallo, den Sorapiss oder die vergletscherte Marmolata. Zu unseren Füßen liegen indes die Averau Hütte und Cortina.

Sodann wandert man auf dem bereits bekannten Wege zur Averau Hütte hinab. Dort schlägt man diesmal den breiten Wanderweg Nr. 440 ein.

Kurz vor der Scoiattoli Hütte zweigt links der nunmehr schmale Pfad Nr. 440 in Richtung Pian dei Menis ab. Er führt im zumeist sanften Abstieg durch blumenfrohe Wiesen und Waldhänge und eröffnet dabei malerische Ausblicke.

Vom Pian dei Menis führt zuletzt der schmale Steig Nr. 424 am einladenden Rifugio Col Gallina vorbei zum Ausgangspunkt zurück.

 

Hütte mit Ausblick: die Nuvolau Hütte
Hütte mit Ausblick: die Nuvolau Hütte

Anmerkung

Wer dem Anstieg über die felsendurchsetzte Steilrinne ausweichen möchte, kann auch auf dem Weg Nr. 419 zur Averau-Scharte hochwandern. Dieser zweigt alsbald vom Weg Nr. 441 ab und mündet bei der Scharte wieder in diesen.

 

„Trudle durch die Welt. Sie ist so schön, gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.“ (Tucholsky)
„Trudle durch die Welt. Sie ist so schön, gib dich ihr hin, und sie wird sich dir geben.“ (Tucholsky)

Wie der Falzarego-Pass zu seinem Namen kam

Der Name des Falzarego-Passes rührt übrigens von einer der bekanntesten Südtiroler Sagen her: von jener um das sagenumwobene Fanes-Reich, welche hier in aller Kürze erzählt werden soll.

Über Jahrhunderte hinweg lebte das friedfertige Volk der Fanes im Einklang mit der Natur und seinen Verbündeten, den pfiffigen Murmeltieren.

Eines Tages aber bestieg ein habsüchtiger König den Thron, der zum mächtigsten Herrscher der Bergwelt aufsteigen wollte. So kündete er das alte Bündnis mit den friedliebenden Murmeltieren auf und verbündete sich stattdessen mit den kriegslustigen, aggressiven Adlern.

Tatsächlich gelang es ihm dank seiner liebreizenden und zugleich tapferen und klugen Tochter Dolasilla, sein Reich beträchtlich zu vergrößern. Wegen ihrer Mildtätigkeit waren ihr einst nämlich wundersame Pfeile geschenkt worden, die ihr Ziel niemals verfehlten. Außerdem trug sie einen schneeweißen Panzer, der sie vor feindlichen Übergriffen beschützte.

Eines Tages aber trachtete der habgierige König nach dem versunkenen Schatz im Gebirge der Aurona, das er mit militärischer Stärke allein nicht einnehmen konnte. Voller Begierde verbündete er sich daher mit dem Nachbarvolk, welches das Land kontrollierte. Er versprach, sein Reich und sein Volk abzutreten, wenn er das versunkene Land ausgraben dürfe, das er in Zukunft mit einigen seiner Untertanen bewohnen wolle.

Um seinen neuen Verbündeten einen leichten Sieg zu ermöglichen, verbannte er sogleich den tapfersten Krieger aus seinem Reich. Nun galt es nur noch, seine Tochter von der Entscheidungsschlacht fernzuhalten. Aus diesem Grunde half er dem schlimmsten Feind des Fanes-Reiches, seiner Tochter mit einer List ihrer unfehlbaren Pfeile zu berauben.

Tags darauf verfärbte sich Dolasillas schneeweißer Panzer schwarz – ein Unheil verkündendes Zeichen: Einst war ihr nämlich geweissagt worden, dass sie sterben werde, wenn sich ihr Panzer schwarz färbe und sie dennoch in die Schlacht ziehe.

Als sie aber in die verzweifelten Gesichter der Fanesleute blickte, übermannte sie ihr Pflichtbewusstsein – trotz der drohenden Todesgefahr griff sie zu den Waffen.

Zunächst erkannten die Feinde Dolasilla nicht, da sie nach ihrem weißem Panzer Ausschau hielten. Dann aber beschossen sie sie mit den todbringenden Wunderpfeilen. Mit ihrem Tod war der Untergang des einst blühenden Fanes-Reiches besiegelt.

Der König aber, der sein Volk dem Untergang preisgegeben hatte, wurde auf dem Falzaregopass zu Stein verwandelt. Seither kann man dem steingewordenen Herrscher am Lagazuoi ins gierige Antlitz schauen (Falzarego bedeutet demnach „falso ré“ bzw. „fautso rego“, was soviel wie „falscher König“ heißt).

Die erblindete Faneskönigin aber besann sich auf ihre alten Verbündeten und zog sich mit den Murmeltieren und ihrer zweiten Tochter in die unterirdischen Gänge des Fanesgebietes zurück. Dort harrt sie seither der Wiederauferstehung des einst blühenden Fanesreiches.

Infos zur Wanderung

  • Dauer:04:15 h
  • Länge:10.6 km
  • Höhenmeter:600 m
  • Min. Höhe:1968 m
  • Max. Höhe:2571 m

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