Juwel der Dolomiten - der Sorapis See

Zum Sorapissee und zur Vandelli Hütte (Rifugio al Sorapis)

Märchenhaft spiegelt sich die Umgebung im türkisfarbenen Sorapis-See
Märchenhaft spiegelt sich die Umgebung im türkisfarbenen Sorapis-See

Diese beliebte Wanderung führt ohne große Höhenunterschiede über einige ausgesetzte Passagen vom Tre-Croci-Pass zum türkis schimmernden, von steilen Felsen umschlossenen Sorapis See.

Der Weg zum Sorapis-See führt über gesicherte Passagen
Der Weg zum Sorapis-See führt über gesicherte Passagen

Wegbeschreibung zum Sorapis See

Ausgangspunkt ist einer der Parkplätze auf oder kurz vor dem Tre-Croci-Pass, der Misurina mit Cortina d’Ampezzo verbindet (Anfahrt über das Höhlensteintal und Misurina).

Hier folgt man dem Weg Nr. 215 in Richtung Vandelli-Hütte bzw. „Rifugio al Sorapis“. Er führt zunächst nahezu eben durch einen lauschigen Wald, der ab und an Ausblicke auf die umliegenden Belluneser Dolomiten freigibt.

Schließlich lichtet sich der Wald und der bislang recht breite Weg wird allmählich schmaler, holpriger und etwas steiler, dafür aber landschaftlich interessanter: So schweift der Blick über dichte, tiefgrüne Wälder auf die gegenüberliegenden, hochaufragenden Felswände. Selbst die markanten Zacken der weltberühmten Drei Zinnen lassen sich in der Ferne ausmachen.

Alsbald trifft man auf einige ausgesetzte Passagen, die dank der in den Felsen geschlagenen Stahlseile und Metallstufen recht einfach zu überwinden sind. Dennoch sei dieser Weg nur trittsicheren und schwindelfreien Wanderern empfohlen, zumal der schmale, felsdurchsetzte Steig zum Teil dicht an tiefen Abgründen vorbeiführt.

Dahinter taucht man erneut in einen lichten Wald ein. Nun ist die steinerne Vandelli-Hütte mit ihren markanten blau-weißen Fensterläden nicht mehr fern. Umgeben von hohen Bäumen und noch höheren Felsen lädt sie auf 1.926 m Höhe zur gemütlichen Einkehr ein.

Zuvor aber sollte man noch zum nahen Sorapis-See aufsteigen, der je nach Jahreszeit milchig oder klar, stets aber in einem nahezu unwirklich anmutenden Türkisblau erstrahlt. Seine gleichsam märchenhafte Farbe ist übrigens seinem hohen Kalkgehalt geschuldet.

Empfehlenswert ist die Umrundung dieses Naturjuwels auf schmalen, von Latschenkiefern und Sträuchern umsäumten Pfaden.

Der Rückweg erfolgt auf dem Hinweg.

 

Der Weg zum Sorapis-See ist mit Stahlseilen und Metalltreppen gesichert
Der Weg zum Sorapis-See ist mit Stahlseilen und Metalltreppen gesichert

Wie der Sorapiss (See) zu seinem Namen kam...

Der Sorapis-See wird von unterirdisch zulaufenden Quellen des 3.205 m hohen Sorapiss gespeist. Etwas unterhalb der Bergsees stürzt sein Wasser in einem Wasserfall zu Tale, von dem sich sein Name ableitet. Unter „Piss“ versteht man im Ladinischen nämlich einen Wasserfall. „Sora el Piss“ bedeutet demnach nichts anderes als „über dem Wasserfall“.

 

Vom Tre-Croci-Pass führt der Weg zunächst nahezu eben in Richtung Sorapis-See
Vom Tre-Croci-Pass führt der Weg zunächst nahezu eben in Richtung Sorapis-See

Detail am Rande

Der Deutsche und Österreichische Alpenverein hatte im Jahre 1821 eine Hütte direkt am Sorapis-See errichtet. Nachdem diese von einer Lawine verschüttet und wieder aufgebaut worden war, sollte sie alsbald erneut einer Lawine zum Opfer fallen.

Auch der Hütte, die nach dem Ersten Weltkrieg vom CAI (Club Alpino Italiano) hier errichtet wurde, sollten nur vier Jahrzehnte beschieden sein: Sie fiel 1959 den Flammen zum Opfer.

Die heutige Hütte geht indes auf das Jahr 1966 zurück. Sie wurde nach dem damaligen CAI-Präsidenten Adolfo Vandelli benannt.

 

Am türkis schillernden Sorapis-See
Am türkis schillernden Sorapis-See

Der sagenhafte Sorapiss

Um den Namensgeber des Sees, den 3.205 m hohen Sorapiss, rankt sich übrigens eine anrührende Sage: König Sorapiss hatte eine schöne, aber eitle und verwöhnte Tochter namens Misurina, die er über alles liebte.

Eines Tages beanspruchte diese den Spiegel einer Fee für sich. Vergeblich versuchte Sorapiss, ihr diesen Wunsch auszureden. Schließlich gab er ihren Bitten nach und begleitete sie auf den Monte Cristallo, auf dem die Fee wohnte.

Oben angekommen, bat er die Fee inständig um den Spiegel. Diese aber ließ sich lange nicht erweichen. Schließlich stellte sie dem König eine grausame Bedingung: Sie sei nur dann bereit, ihm den Spiegel auszuhändigen, wenn er sich in einen mächtigen Berg verwandle, der hohe Schatten auf ihren Blumengarten werfe und ihn so vor dem gleißenden Sonnenlicht beschütze.

Tatsächlich tat Sorapiss, wie ihm geheißen worden war. Doch als er allmählich zu Stein erstarrte, taumelte die zutiefst betroffene Misurina und stürzte zu Tal. Als Sorapis dies sah, flossen dicke Tränen aus seinen Augen, die sich zu einem See sammelten: den Misurinasee.

Infos zur Wanderung

  • Dauer: 03:45 h
  • Länge: 11.6 km
  • Höhenmeter: 400 m
  • Min. Höhe: 1723 m
  • Max. Höhe: 1925 m

Was dich erwartet

Höhenprofil

Wetter

Please wait ...

Aktuelle Werte Umgebung

Please wait ...

Dolomiten

Sorapis See

Passo Tre Croci

Verona

Cortina d'Ampezzo

Sorapis

Ampezzaner Dolomiten

Misurina

Sehenswürdigkeit

Wandern

Wanderung

Seilsicherung

See