Die Scaligerburg in Malcesine

Das mittelalterliche Wahrzeichen Malcesines

Die Scaligerburg im Herzen Malcesines
Die Scaligerburg im Herzen Malcesines

Auf dem in den See ragenden Felsvorsprung hat das trutzige Castello Scaligero die Zeiten überdauert. Wie ihre Position bereits erahnen lässt, dienten die Anlage und ihre Vorgängerbauten von alters her der Verteidigung.

Mit ihren drei Innenhöfen, diversen Gebäuden und dem weithin sichtbaren Wehrturm hat sie nicht nur imposante Ausmaße, sondern ist mittlerweile auch zu einem Wahrzeichen des Gardasees avanciert. Besonders beliebt ist die Burg bei Liebenden, die sich hier das standesamtliche Ja-Wort geben können.

 

Kurzer Blick in die wechselvolle Geschichte des altehrwürdigen Kastells

Die heutige Anlage geht auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück. Damals ließ sie die mächtige Veroneser Adelsfamilie der Scaligeri auf den Grundfesten der Vorgängerbauten errichten (1).

Wenngleich sie in der Folge mehrfach Besitzer (und Landeszugehörigkeit) wechseln und diverse Um- und Anbauten erfahren sollte, hat sie bis heute ihren mittelalterlichen Charakter bewahrt. Ihre wehrhafte Funktion aber hat sie mittlerweile eingebüßt: Heute beherbergt sie ein naturwissenschaftliches Museum, das sich der hiesigen Geologie sowie der örtlichen Tier- und Pflanzenwelt verschrieben hat. Außerdem findet sich hier ein kleiner Goethesaal, der mit einigen Erinnerungsstücken an den illustren Besucher von einst aufwartet.

 

Details am Rande

Die markanten Schwalbenschwanzzinnen künden übrigens noch heute von den ursprünglichen Bauherren: Die Scaligeri schmückten ihre Bauwerke bevorzugt mit diesen wehr- und symbolhaften Gestaltungselementen, die ihre hohe gesellschaftliche Stellung weithin kundtaten.

Die Marmortafel mit der Aufschrift „HINC J.W.GOETHE Id. SePt. MDCCLXXXVI ARCEM DELINEAVIT“ (2) an der Hausecke der Via Castello 11 kennzeichnet übrigens jenen Ort, an dem Goethe im September 1786 die Burg gezeichnet und dadurch das Misstrauen der ortsansässigen Bevölkerung auf sich gezogen hat. Ebendiese Episode mag sich aber etwas anders zugetragen haben, als gemeinhin zumeist erzählt wird...

Vom Wehrturm aus erschließt sich ein spektakulärer Blick auf den Gardasee, den Monte Baldo und Malcesine selbst. Besonders von hier oben wird ersichtlich, wie dicht an dicht sich die Dächer der Stadt aneinanderschmiegen – typisch mittelalterlich eben.

 

(1) Die erste Burg an dieser Stelle hatten übrigens die Langobarden im 6. Jahrhundert errichtet.

(2) Übersetzt: „Von hier aus zeichnete Johann Wolfgang von Goethe an den Iden des Septembers (13. September) 1786 die Burg.“

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