Die Passer bei Meran

Der Fluss durch Meran

Die Passer bei Meran
Die Passer bei Meran

Die 42 km lange Passer entspringt am Timmelsjoch und mündet bei Meran in die Etsch. Sie teilt Meran in zwei Hälften: An ihrer rechten Uferseite liegen die ältesten Siedlungspunkte der Stadt; zu ihrer Linken erstreckt sich das elegante Stadtviertel Obermais, welches wegen seiner herrschaftlichen Ansitze und edlen Häuser im Volksmund auch „Villenviertel“ genannt wird.

Als „Amnis Passires“, als „Wildbach Passer“, fand die Passer bereits um 770 Erwähnung. Ihre tosenden Wasser aber waren seit jeher gefürchtet: Im Laufe der Geschichte trat sie wiederholt über ihre Ufer und richtete dabei schwere Schäden an. Zugleich aber war und ist es gerade die malerische Symbiose zwischen Wasser, Gebirge und Stadt, die Meran einen ganz besonderen Charme verleiht. Auch diverse Schriftsteller wie Christian Morgenstern oder Wilhelm Lehmann wussten dieses liebreizende Zusammenspiel in ihren Gedichten zu würdigen.

Detail zur Passer bei Meran

Um 1400 verlegte ein Felssturz den Oberlauf der Passer, der sich in der Folge bei Rabenstein zum berüchtigten „Passer See“ staute. Dessen wütende Wassermassen sollten Meran und das ganze Tal fortan wiederholt heimsuchen und z. T. schwer verwüsten. Gefürchtet und gehasst, wurde er daher vom Volksmund „Kummersee“ getauft.

Sein erster und zugleich schlimmster Ausbruch erfolgte übrigens im Jahre 1419: Die Flutwellen zerstörten die Heilig-Geist-Kirche und das Spital und rissen dabei rund 400 Menschen in den Tod. Noch heute zeugen die riesigen Flusssteine vor der Heilig-Geist-Kirche von der verheerenden Kraft des mittlerweile versiegten Sees.

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