Die Spitalskirche in Meran

zum Heiligen Geist

Nahe der Postbrücke am orographisch linken Ufer der Passer erhebt sich die Spitalskirche zum Heiligen Geist, welche als die schönste Kirche Merans gehandelt wird. Ihre Wurzeln reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Damals stiftete Meinhard II. von Tirol ein Spital für Arme, Wanderer und Pilger samt dazugehöriger Kirche.

Nachdem beide im Jahre 1419 den wütenden Fluten der über die Ufer getretenen Passer anheimgefallen waren, wurden sie im Laufe des 15. Jahrhunderts im Stil der Spätgotik wiederaufgebaut. Während das Spital zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom (alten) Meraner Krankenhaus in der Goethestraße abgelöst und später abgerissen wurde, werden im geschichtsträchtigen Gotteshaus bis heute Messen gefeiert. Sein Inneres birgt übrigens wertvolle Holzstatuen und Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert.

Details am Rande

Die Wahl des Standortes war kein Zufall: Um die nötige Hygiene gewährleisten zu können, hatte man Spital und Kirche ganz bewusst außerhalb der Stadt und nahe am Wasser angelegt.

Kirche und Spital wurden wiederholt von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht. Von den tosenden Wassern von einst legen die riesigen Flusssteine vor und einige Fresken im Inneren der Kirche noch heute ein beredtes Zeugnis ab.

Nachdem er eine erkleckliche Summe für den Wiederaufbau der überfluteten Kirche gespendet hatte, ließ sich der damalige Bürgermeister am westlichen Eingangsportal verewigen: Zusammen mit seiner Frau flankiert er betend die Heilige Dreifaltigkeit. Besonders auffallend ist, dass er Gott wortwörtlich auf Augenhöhe begegnet...

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