Burg Arco oder „Schloss Arch“

Zur Burgruine Arco am Gardasee

Die zinnenbewehrte Burg Arco
Die zinnenbewehrte Burg Arco

Auf einem schroff abfallenden Felsen wacht die pittoreske Burg Arco über die gleichnamige Stadt Arco und das Sarcatal.
 

Aussicht von Arco bis Riva del Garda
Aussicht von Arco bis Riva del Garda

Kleiner Einblick in die wechselvolle Geschichte der Burg Arco

Die höher gelegene, von einer Ringmauer umfriedete Torre Renghera ist der älteste Teil der Burganlage. Sie geht auf den Beginn des 6. Jahrhunderts zurück: In den unsicheren und stürmischen Zeiten der Völkerwanderung hatten die Goten hier eine Fluchtburg erbaut.

Die tiefer gelegene Feste soll indes um das Jahr 1000 von einheimischen Adeligen errichtet worden sein.

Im 12. Jahrhundert hielten die skrupellosen, machthungrigen Herren von Arco Einzug in die bislang lehensfreie Burg, die sie fortan ausbauten und mit kurzen Unterbrechungen bis ins Jahr 1703 bewohnten. In besagtem Jahr wurde Burg Arco im Rahmen des Spanischen Erbfolgekrieges von den Franzosen beschossen und großenteils zerstört.

Während sich das Geschlecht der Arco alsbald in mehrere Zweige spalten sollte, fiel Burg Arco, die nach wie vor in ihrem Besitze war, einem beständigen Verfall anheim.

Im Jahre 1982 erwarb sie die Stadt Arco, die in der Folge umfassende Sicherungs- und Renovierungsarbeiten an der Burg vornahm.

 

Die zinnenbewehrte Hauptburg
Die zinnenbewehrte Hauptburg

Burg Arco heute

Von der höher gelegenen Gipfelburg aus dem 6. Jahrhundert haben nur die Ruinen der Torre Renghera samt Ringmauer die Zeiten überdauert. Von der Hauptburg sind indes die Überreste des zinnenbewehrten Turmes, des Kerkers und einiger herrschaftlicher Säle und Kammern erhalten.

Besonders sehenswert ist der profane, auf das 14. Jh. zurückgehende Freskenzyklus in der sog. „Sala dei Giochi“. Neben anderen Motiven aus dem höfischen Leben zeigt er edle Herren und vornehme Damen bei diversen Vergnügungen wie dem Würfel-, Dame- oder Schachspiel.

 

Vor der Burgruine lädt eine kleine Wiese mit Blick auf den Monte Brione zum Verweilen ein
Vor der Burgruine lädt eine kleine Wiese mit Blick auf den Monte Brione zum Verweilen ein

Wege zur Burg Arco

Durch malerische, bereits von Rainer Maria Rilke besungene Olivenhaine führen gut befestigte, zypressengesäumte Wege auf die einst für uneinnehmbar gehaltene Feste. Hoch über den Dächern der Altstadt warten sie mit einem malerischen Ausblick auf Arco und seine Umgebung auf.

Den Wegweisern in Richtung "Castello" folgend, kann man die Wanderung am Ostende der Altstadt, auf der zentralen Piazza Marchetti oder am Westende der Altstadt nahe dem Arboretum von Arco beginnen. Alle drei Einstiege sind gut ausgeschildert.

 

Zahlreiche Zypressen umsäumen die wehrhafte Feste
Zahlreiche Zypressen umsäumen die wehrhafte Feste

Details zur Burg Arco

Wir wissen auch deshalb ziemlich genau, wie die imposante Burganlage von Arco einst ausgesehen haben mag, da sie mehrere Künstler zeichneten. Unter ihnen war auch der namhafte Renaissancemaler Albrecht Dürer. Sein Aquarell der Burg kann heute im Pariser Louvre bestaunt werden.

Während seines ersten Aufenthaltes in Arco im Jahre 1897 besuchte Rainer Maria Rilke täglich die Burg. So schrieb er einer Freundin: "Steige täglich die einsamsten Pfade zum Hochkastell von Arco empor. Dort in den morschen Gemäuer[n] finde ich tiefe Kemenaten und leise Gänge. Und da schaute ich jüngst über das abendrothe Thal und träumte."

Burg Arco war der Stammsitz der oben genannten Grafen von Arco, die der Legende nach von einem erloschenen, altbayrischen Adelsgeschlecht abstammen. Nachdem sie mächtigeren Herren ihre Dienste angeboten hatten und in der Folge mit diversen Statthalterschaften, Privilegien und Besitztümern regelrecht überhäuft worden waren, wurden sie 1413 in den Reichsgrafenstand erhoben.

Auch innerfamiliär soll die machthungrige Familie so manche Fehde ausgefochten haben. So sollen einige Familienangehörige im Kerker der Burg das Zeitliche gesegnet haben...

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