Bahnhof Meran

Als die Kurstadt Fahrt aufnahm...

Als Kurort hatte sich Meran bereits in den Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts europaweit einen Namen gemacht. Zum eigentlichen Durchbruch verhalf ihm aber erst der Anschluss an das europäische Bahnnetz: Bereits nach der Eröffnung der Brennerbahn im Jahre 1867 hatte sich die Zahl der Kurgäste mehr als verdoppelt. Da die Linie aber von Innsbruck über den Brenner direkt nach Bozen und Verona führte, mussten die Kurgäste die Strecke Bozen-Meran nach wie vor mit der Kutsche zurücklegen.

Die 1881 eingeweihte Eisenbahnlinie Bozen-Meran rückte die Passerstadt näher an die großen Städte Europas heran. Der Kurtourismus nahm nun wortwörtlich Fahrt auf, zumal die Reise nach Meran schneller, bequemer, planbarer, kostengünstiger und somit auch für den bürgerlichen Mittelstand zunehmend attraktiv geworden war.

 

Zum Bahnhofsgebäude

1881 also wurde die aufstrebende Kurstadt an das internationale Schienennetz angeschlossen. Damals war der Bahnhof noch stadtnaher gelegen. Das heutige Jugendstil-Bahnhofsgebäude im Westen der Stadt geht indes auf das Jahr 1906 zurück: Im Zuge der Errichtung der Linie Meran-Mals wurde der alte Bahnhof abgerissen und durch einen mondäneren, nordwestlicher gelegenen ersetzt.

Details am Rande

Hatte die Fahrt von Innsbruck nach Bozen im Pferdepostwagen noch mindestens 15 Stunden in Anspruch genommen, konnte dieselbe Strecke auf der eben errichteten Brennerbahnlinie in sechs Stunden zurückgelegt werden.

Die erste (Probe-)Fahrt auf der Bahnstrecke Bozen-Meran im August 1881 dauerte übrigens eineinhalb Stunden.

Noch im selben Jahr gab es eine Direktverbindung zwischen St. Petersburg und Meran. Auf der 54 Stunden währenden Fahrt wurde den luxusverwöhnten Passagieren größtmöglicher Komfort zuteil. Selbst eine Badewanne fanden sie im Zug vor...

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