Die Evangelische Kirche Meran

Ein pittoreskes Kleinod an der Passerpromenade

Inmitten eines idyllischen Gartens erhebt sich Merans neugotische Christuskirche in nüchterner Eleganz. Auf mittlerer Höhe der Turmfassade thront eine segenspendende Christusfigur aus weißem Marmor, die nach dem Vorbild des dänischen Bildhauers Bertel Thorvaldsen (1770-1844) gefertigt wurde; dessen Christusstatue zählte im 19. Jahrhundert zu den meistkopierten Statuen Europas und galt in damaligen protestantischen Kreisen als Inbegriff des Christusbildes. Auch das Innere der Kirche spiegelt die für den Protestantismus so bezeichnende rationale Schlichtheit wider.

Als sie Ende 1885 eingeweiht wurde, war die Christuskirche der erste evangelische Sakralbau Tirols und damit ein Sinnbild der Toleranz und der Weltoffenheit der Kurstadt. Zugleich aber evozierte sie auch Argwohn und Ablehnung in der hiesigen Bevölkerung – konservative Kreise fürchteten gar um Tirols Glaubenseinheit und Kultur. Diese anfängliche Skepsis sollte aber alsbald einem zumeist offenen Miteinander weichen.

 

Details am Rande

Merans Kosmopolitismus spiegelt sich nicht zuletzt auch in den Grabsteinen des evangelischen Friedhofes am linken Passerufer wider, auf dem Verstorbene unterschiedlicher Nationalitäten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Unter ihnen findet sich übrigens auch Udo Jürgens’ Großvater, der Bankier Heinrich Bockelmann.

Die Anfänge der evangelischen Gemeinde Merans reichen in die 50er-Jahre des 19. Jahrhunderts zurück; sie sind eng mit dem aufblühenden Kurbetrieb verwoben.

Der marmorne Taufstein wurde von Kaiser Wilhelm I. gestiftet.

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