Wanderung zum Totensee und Totenkirchl in Villanders

Ausflug auf der Villanderer Alm zum "Toaten"

Totensee auf der Villanderer Alm
Totensee auf der Villanderer Alm

Die gemütliche Wanderung zum Totensee nimmt am Parkplatz Saltnerstein nahe der Gasserhütte auf 1.745 m Höhe ihren Anfang.

Hier schlägt man den breiten Wanderweg Nr. 6 in Richtung Totensee ein, der im leichten Anstieg das weitläufige Weidegebiet der Villanderer Alm quert. Unterwegs kommt man an der Almschenke „Moar in Plun“ und an der „Rinderplatzhütte“ vorbei.

Nach etwa eineinhalb Stunden erreicht man die bewirtschaftete „Pfroderalm“, hinter welcher der Weg erstmals steiler zum „Totenkirchl“ ansteigt.

Von besagtem Kirchlein aus dem 19. Jahrhundert liegt der malerische Totensee nur mehr circa zehn Gehminuten entfernt. Auf zwei Seiten von hohen Felsen umragt, gewährt seine Südostseite einen verträumten Blick auf das Felsenreich der Dolomiten. Insbesondere die markanten Felsformationen des Lang- und Plattkofel stechen ins Auge.

 

Der Rückweg erfolgt auf dem Hinweg.

 

Traumverlorener Blick auf die gegenüberliegende Bergwelt
Traumverlorener Blick auf die gegenüberliegende Bergwelt

Angegebene Aufstiegszeiten

Parkplatz Saltnerstein – Totenkirche: 1h40'

Totenkirche – Totensee: 10min

 

Der geheimnisumwitterte Totensee auf der Villanderer Alm
Der geheimnisumwitterte Totensee auf der Villanderer Alm

Wie der Totensee der Sage nach zu seinem Namen kam...

Einst sollen an der Stelle, an der heute der See liegt, ein dichter Wald und ein äußerst ertragreiches Goldbergwerk gestanden haben. Da Letzteres hohe Gewinne einbrachte, fanden sich immer mehr Knappen in Villanders ein.

Alsbald aber sollten Verschwendungssucht, Prahlerei und Konkurrenzkampf Einzug unter den Knappen halten: Sie trugen die kostspieligsten Gewänder, errichteten die prunkvollsten Häuser und labten sich an den feinsten Speisen. Am liebsten aber vergnügten sie sich beim geselligen Kegelspiel, für das sie Kegel aus reinem Gold hatten anfertigen lassen. Die christlichen Werte und Pflichten rückten indes mehr und mehr in den Hintergrund.

Schließlich kamen die Knappen so sehr vom gottesfürchtigen Leben ab, dass ein frommer Landvogt sie aufsuchte, um sie an ihre christlichen Pflichten zu erinnern und ihnen eine gehörige Standpauke zu halten – seine lautstarken Schelte sollen bis ins Dorf zu hören gewesen sein...

Tatsächlich taten seine Worte eine Zeitlang ihre Wirkung: Die Knappen führten wieder ein gottesfürchtiges Leben und gingen emsig ihrer Arbeit nach.

Alsbald aber lockte das lüsterne Leben erneut und die Knappen verfielen abermals ihren alten Lastern. Unbefangen gaben sie sich ihren Vergnügungen hin – einzig das Kegelspiel verlegten sie fortan in den Stollen.

Als sie eines Tages das Kegelspiel dem Gottesdienst vorzogen, zog ein so starkes Unwetter auf, wie es zuvor noch nie gesehen worden war: Donner, Blitze und Hagelschauer gingen auf die Villanderer Alm nieder, in deren Folge das Bergwerk in sich zusammenbrach und die Knappen unter sich begrub.

Als sich die Regenwolken wieder lichteten, war jener Stollen, in dem sich die Knappen aufgehalten hatten, überflutet. Noch heute findet sich an jener Stelle ein See, der die Besucher in Staunen versetzt und zu einem gottesfürchtigen Leben aufrufen soll: der Totensee.

 

Infos zur Wanderung

  • Dauer:03:00 h
  • Länge:11.5 km
  • Höhenmeter:475 m
  • Min. Höhe:1745 m
  • Max. Höhe:2219 m

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