Wanderung Ponale Strasse bei Riva am Gardasee

Ein aussichtsreicher Panoramaweg für Wanderer und Mountainbiker

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Felsen gesprengt: die alte Ponale Straße
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Felsen gesprengt: die alte Ponale Straße

Wanderung Ponale Strasse

Diese Panoramawanderung nimmt am Hafenbecken Rivas, der nördlichsten Stadt am Gardasee, ihren Anfang.

Hier wandert man in Richtung des ockerfarbenen Ponale Kraftwerkes. Hinter dem Kraftwerk folgt man der Gardesana Occidentale, bis kurz vor dem ersten Tunnel auf der rechten Straßenseite der Alpine Höhenweg D01 abzweigt. Nach seinem Initiator trägt er übrigens auch den Namen „Sentiero del Ponale Giacomo Cis“.

Dicht am Steilhang windet sich der Panoramaweg sodann in zahlreichen Serpentinen und durch mehrere Tunnels nach oben.

Unterwegs trifft man auf Überreste alter Bollwerke, welche die Habsburger zur Verteidigung ihrer Grenze zum Königreich Italien ab der Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet haben. Außerdem genießt man eine wahrlich imposante Aussicht auf Riva, Torbole, den Gardasee, den Monte Brione und den Monte Altissimo.

Die Straße endet im beschaulichen Weiler Pregasina. Hier kann man eventuell ins Ledrotal weiterwandern. Ansonsten erfolgt der Rückweg auf dem Hinweg.

 

Blick auf den Monte Brione
Blick auf den Monte Brione

Einblick in die Geschichte der alten Ponalestraße

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war das friedvolle Ledrotal nahezu gänzlich von der Außenwelt abgeschirmt. Ins tiefer gelegene Riva konnten die Einwohner nur über schmale Saumpfade gelangen.

Die in den Jahren 1848-1851 nach den Plänen des findigen Handelsmannes Giacomo Cis verwirklichte Ponalestraße sollte dieser Abgeschiedenheit ein Ende bereiten: In mühevoller und risikoreicher Arbeit wurde den schroffen Felswänden eine 5,5km lange Panoramastraße abgerungen, die in zahlreichen Serpentinen und durch mehrere Tunnels etwa 330 Höhenmeter überwindet und einen Personen- und Güterverkehr in viel größerem Ausmaß ermöglichte. 40 Jahre nach ihrer Fertigstellung sollten bereits die ersten Automobile die Straße passieren.

Angesichts ihrer Beliebtheit war es nur eine Frage der Zeit, bis die erste Raststätte an der Ponalestraße errichtet wurde – im März 1900 war es soweit: Das „Belvedere“ öffnete seine Tore. Seinen Erfolg hatte es übrigens nicht zuletzt auch den beiden Wasserfällen zu verdanken, die damals am gegenüberliegenden Hang in die Tiefe stürzten (daher auch der Name Belvedere/Schönblick).

Wegen der immer wiederkehrenden Erdrutsche, die mehrere Menschenopfer kosteten und große Schäden verursachten, wurde die alte Ponalestraße gegen Ende des letzten Jahrhunderts durch eine moderne, von langen Tunnels durchsetzte Straße ersetzt.

Wenngleich die alte Ponalestraße in der Folge gesperrt blieb, wurde sie doch weiterhin von Wanderern und Radfahrern genutzt. Nachdem ein Erdrutsch im Jahr 2000 mehrere Tote gefordert hatte, wurden die Absperrungen zwar verschärft, doch setzten sich nach wie vor einige darüber hinweg. Nach aufwändigen Rekonstruktions- und Sicherungsarbeiten wurde die alte Ponalestraße schließlich im Jahr 2004 für Wanderer und Radfahrer freigegeben.

Heute zählt sie zu den schönsten historischen Panoramawegen und ist ein wahres Eldorado für Wanderer und Radfahrer.

 

Ein historischer Panoramaweg der besonderen Art: die alte Ponale Straße
Ein historischer Panoramaweg der besonderen Art: die alte Ponale Straße

Detail am Rande

Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens wurde die völlig dem Verfall preisgegebene Raststätte „Belvedere“ restauriert und im Juni 2014 neu eröffnet.

Giacomo Cis verstarb übrigens kurz vor der Fertigstellung der Ponalestraße.

Infos zur Wanderung

  • Dauer: 03:30 h
  • Länge: 11.6 km
  • Höhenmeter: 475 m
  • Min. Höhe: 64 m
  • Max. Höhe: 362 m

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