Die Pustertallinie - Franzensfeste, Bruneck, Innichen

Eine Stadt nimmt Fahrt auf

Als die von Franzensfeste bis nach Innichen führende Eisenbahnlinie nach nur zweijähriger Bauzeit im November 1871 ihrer Bestimmung übergeben wurde, fand das ehedem verschlafene Städtchen an der Rienz Anschluss an die Welt: Hatte der Fremdenverkehr bereits zuvor (zögerlichen) Einzug in der Stadt gehalten, stieg die Besucherzahl nun merklich an. Außerdem mischten sich fortan Leute aller Schichten des In- und Auslandes unter die bislang vornehmlich regionalen Besucher und reisenden Beamten.

Auch wirtschaftlich nahm das nunmehr an die internationalen Märkte angeschlossene Bruneck wortwörtlich Fahrt auf, zumal erstmals Warenaustausch in großen Mengen - auch mit dem Ausland - möglich war.

Mit dieser Entwicklung ging nicht nur ein Bevölkerungsanstieg, sondern auch eine Aufwertung des Stadtbildes einher: Die Segnungen des Fremdenverkehrs erkennend, leitete die eben gegründete „Stadtverschönerungs-Gesellschaft“ so manchen Um- und Ausbau ein...

 

Details am Rande

Auf die Zeit des Bahnbaus geht ein mittlerweile liebgewonnener Brauch zurück: der Weihnachtsbaum. Diese alljährliche Gepflogenheit, die sich übrigens im 19. Jahrhundert von Deutschland aus über die ganze Welt verbreitete, übernahmen die Brunecker von den Ingenieuren des Bahnhofsgebäudes.

Während der Bauarbeiten ließen sich im Raum Bruneck Hunderte Bahnarbeiter nieder. Angesichts ihrer schweißtreibenden und gefährlichen Arbeit, ihrer proletarischen Lebensformen und der schlechten Unterbringungen wurden die Brunecker erstmals mit den sozialen Missständen, die mit der industriellen Revolution einhergingen, konfrontiert.
 

Infos zur Wanderung

  • Dauer: 15:30 h
  • Länge: 64.6 km
  • Höhenmeter: 475 m
  • Min. Höhe: 732 m
  • Max. Höhe: 1209 m

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