Tappeinerweg in Meran

Gemütlicher Spaziergang auf dem Tappeinerweg mit herrlichen Ausblicken auf Meran und das Burggrafenamt

Der Tappeinerweg wurde 1892 angelegt
Der Tappeinerweg wurde 1892 angelegt

Von Merans zahlreichen Promenaden ist der rund 4 km lange Tappeinerweg wohl die schönste und bekannteste.

Sie wurde 1892 auf Betreiben des Kurarztes, Anthropologen und Botanikers Franz Tappeiner angelegt. Der Pionier hatte schon früh erkannt, dass Meran sein Angebot erweitern und auf innovative Methoden wie die auf leichte Bewegung basierende „Terrainkur“ setzen musste, wenn es als Kurort bestehen wollte.

 

Auf dem Tappeinerweg erschließen sich herrliche Ausblicke auf die Passerstadt Meran
Auf dem Tappeinerweg erschließen sich herrliche Ausblicke auf die Passerstadt Meran

Wegbeschreibung Tappeinerweg

Von Meran aus führen mehrere Wege zum Tappeinerweg, der sich etwa 100 Meter über dem Talkessel am Hang des Küchelberges entlang bis nach Gratsch schlängelt. Seinen eigentlichen Ausgang aber nimmt er am Pulverturm, zu dem man vom Stadtzentrum aus am besten auf dem Weg hinter der Landesfürstlichen Burg gelangt.

Den Wanderer erwartet ein nahezu ebener Flanierweg, der ihm herrliche Ausblicke auf die Meraner Altstadt und auf das gesamte Burggrafenamt eröffnet. Entlang des Weges gedeiht eine üppige Vielfalt aus vornehmlich mediterraner und alpiner Vegetation.

Am Ende des Tappeinerweges lädt das gemütliche Restaurant Unterweger mit seiner aussichtsreichen Sonnenterrasse zur sinnenfrohen Einkehr ein. Außerdem kann man von hier aus noch zum Schloss Tirol aufsteigen oder die Wanderung auf dem Algunder Waalweg fortsetzen.

 

Schloss Tirol wurde um 1100 erbaut
Schloss Tirol wurde um 1100 erbaut

Interessante Details zum Tappeinerweg

Der feierlichen Eröffnungs- und Einweihungsfeier des Tappeinerweges blieb Tappeiner aus Bescheidenheit fern. Um ihr nicht doch noch beiwohnen zu müssen, hatte er die Stadt vorsichtshalber einige Tage zuvor verlassen...

Tappeiner war auch als Botaniker bahnbrechend: Als solcher hinterließ er ein Herbarium mit mehr als 6000, zum Teil sehr seltenen Pflanzen.

Die ursprüngliche, von Tappeiner finanzierte Höhenpromenade endete allerdings nach circa zwei Kilometern; erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde sie bis nach Gratsch verlängert.

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