Castelronda-Burgenweg in Jenesien

Aussicht auf die Burgruine Greifenstein bei Glaning

Der Castelronda-Burgenweg ist ein 20 km langer Wanderweg und verbindet Schlösser und Burgruinen in Bozen, Jenesien und Terlan. Unsere Wanderung beschreibt die Castelronda-Teilstrecke in Glaning im Gemeindegebiet von Jenesien und läuft an der Burgruine Greifenstein vorbei.

Startpunkt unserer Wanderung ist der Parkplatz in Glaning direkt neben der kleinen Kirche und dem Restaurant Messner. Wir folgen zunächst über einen schmalen Waldweg der Beschilderung Richtung Noafer-, Plattner- und Moarhof. Nach fünf Minuten kreuzen wir die Landesstraße, der wir ein kurzes Stück weit in linker Richtung folgen, bevor wir rechts den Wanderweg mit leichter Steigung einschlagen. Wir durchwandern einen schönen Buchenwald, beobachten zahlreiche Eidechsen und Schmetterlinge, die die wärmende Sonne genießen. Im Frühling, bevor der Buchenwald sein Blätterdach entfaltet, zeigen sich entlang der Strecke pink leuchtende Erika und lila Leberblümchen am Waldboden. Kurz nachdem wir einen kleinen Bach überquert haben, biegt der Weg Nr. 11 nach rechts ab und verläuft im Zick-Zack bergauf. Nach einem kurzen und steilen Anstieg erreichen wir erneut die Landesstraße, an der wir links abbiegen und ihr bis zum Plattner-Hof folgen. Wer bereits eine Pause einlegen möchte, den lädt der Hof zu einer kleinen Stärkung ein. 

 

Burgruine Greifenstein

Vorbei am Plattner-Hof folgen wir der Landstraße bergab. Wir passieren schöne Wiesen mit alten Äpfel- und Kirschbäumen und erreichen nach ca. 30 Minuten den schönsten Aussichtspunkt der Wanderung. Wir erblicken in der Ferne die Ruine Greifenstein, die hoch über dem Etschtal auf einem Felsvorsprung thront. Die Ruine ist auch bekannt als „Sauschloss“. Im frühen 15. Jahrhundert, so erzählt man sich, wollte der Landesfürst Friedrich mit der leeren Tasche die Burg einnehmen. Da diese aber sehr gut gesichert war und von den Bewohnern stark verteidigt wurde, beschloss der Fürst, die Bewohner der Burg aushungern zu lassen. Um es nicht so weit kommen zu lassen, wandte der Graf von Greifenstein eine List an und ließ die letzte Sau über die Burgmauer ins befeindete Lager werfen. Dort vermutete man Überfluss an Nahrungsmitteln in der Burg, woraufhin Fürst Friedrich seine Truppen zurückzog und die Belagerung beendete.

 

Am Burgenweg zum Noafer-Hof

Mit der Burgruine im Blick und der Legende in Gedanken wandern wir weiter über den Burgenweg in Richtung Noafer-Hof. Im hofeigenen Wildgehege tummeln sich mehrere Hirsche, die hin und wieder aufschauen und neugierig die vorbeilaufenden Wanderer beobachten. Der Noafer-Hof empfängt seine Gäste auf einer großen Sonnenterrasse und bietet eine gute Auswahl an regionalen Gerichten, selbstgemachten Fruchtsäften und Wein aus eigenem Anbau an. Der Hof ist zudem im Herbst ein beliebter Ort für das traditionelle Törggelen, bei dem Südtiroler Hausmannskost serviert und der Neue Wein ausgeschenkt wird. 

Fleißige Wanderer, die die Legende des Sauschlosses näher erleben möchten, können noch einen kurzen Abstecher zur Burgruine Greifenstein machen, die auf eigene Gefahr ganzjährig betreten und besichtigt werden kann. 

Gestärkt treten wir den Rückweg nach Glaning an. Den Parkplatz, unseren Ausgangspunkt der Wanderung, erreichen wir nach cirka 20 Geh-Minuten. 

Infos zur Wanderung

  • Dauer:02:45 h
  • Länge:8.9 km
  • Höhenmeter:400 m

  • Min. Höhe:771 m
  • Max. Höhe:1047 m

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