Die Jahrtausendsäule in Brixen

Jahrtausendsäule in Brixen

Zwar hatte die Stadt bereits im September 1901 die Errichtung eines Denkmals in Auftrag gegeben, das an die denkwürdige Jahrtausendfeier erinnern sollte, doch verzögerten finanzielle Engpässe dessen Fertigstellung. So wurde die Millenniumssäule des Bildhauers Norbert Pfretzschners erst am 24. Oktober 1909 anlässlich der Jahrhundertfeier der Tiroler Freiheitskämpfe eingeweiht.

Auf ihren insgesamt 9,63 m Höhe thront das Osterlamm, das Wappentier der Diözese und der Stadt. Die Statue auf dem Sockel stellt indes Bischof Zacharias dar, der die Stadt segnet, während ihm die Putte zu seinen Füßen die Schenkungsurkunde reicht. Die drei bronzenen Reliefs an den Seiten des Sockels zeigen den Tiroler Freiheitshelden Peter Mayr, der vor seiner Hinrichtung Abschied von seiner Frau nimmt (links), das Heiligste Herz Jesu, das von zwei Engeln getragen wird und den göttlichen Schutz über Stadt und Land versinnbildlicht (vorne), sowie den Fürstbischof Matthäus an der Gassen, der dem Habsburger Rudolf IV. im Jahre 1363 in einer feierlichen Zeremonie das Brixner Lehen übertragt.

 

Historischer Hintergrund

Die für die Zeit der Jahrhundertwende bezeichnende Aufbruchsstimmung, der technische Fortschritt und dessen Folgen hatten auch vor den Toren Brixens nicht Halt gemacht: Mit dem Fremdenverkehr hatte der Wohlstand Einzug in die Stadt gehalten, in dessen Folge eine rege Bautätigkeit einsetzte. Nebst privaten Bauten wurden zahlreiche Großprojekte wie die Eisackregulierung, die Elektrifizierung der Stadt, der Bau der Trinkwasserleitungen und der Kanalisation oder die Errichtung der namhaften Lungenheilanstalt in Angriff genommen.

Die Jahrtausendfeier vom 26. und 27. Oktober markierte gewissermaßen den Höhepunkt dieses Übergangs zwischen alter Tradition und neuer Epoche: In Anwesenheit höchster Behördenvertreter und prominenter Persönlichkeiten gedachten die Brixner Bürger in einem historisch-patriotischen Fest des tausendjährigen Bestehens ihrer Stadt, ließen mit Trachten und alten Gebräuchen die gute alte Tradition aufleben und blickten zugleich der verheißungsvollen Zukunft entgegen.

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