Wanderung Burg Hauenstein und Salegg

Wandern mit Kindern in Kastelruth bei der Seiser Alm

Burgruine Hauenstein oberhalb von Seis
Burgruine Hauenstein oberhalb von Seis

Diese gleichermaßen abwechslungsreiche wie lehrreiche Rundwanderung zu Füßen des Schlern führt zu gleich zwei geschichtsträchtigen Burgruinen aus dem 12. Jahrhundert: zur Burg Hauenstein und zur Burg Salegg.

Beide thronen auf einem Felsvorsprung inmitten des Hauensteiner Waldes, auf dem sich malerische Ausblicke auf Seis und die imposanten Felswände der Saltnerspitze auftun. Längs des Weges geben liebevoll gestaltete, insbesondere für Kinder angelegte Stationen spannende Einblicke in die Welt des Mittelalters, den Naturpark und die hiesige Geologie.

 

Auf sanften Waldpfaden von Ruine zu Ruine
Auf sanften Waldpfaden von Ruine zu Ruine

Wegbeschreibung zur Burg Hauenstein und Salegg

Ausgangspunkt ist die Talstation der Seiser-Alm-Bahn, die zahlreiche Parkmöglichkeiten bereithält.

Hier folgt man dem sanft ansteigenden Waldweg Nr. 8 in Richtung Ruine Hauenstein.

Wenig später zweigt am rechten Wegesrand der mit der Nr. 3 markierte Oswald-von-Wolkenstein-Weg ab.

Er führt zur geschichtsträchtigen Burg Hauenstein empor, die einst in den Besitz des spätmittelalterlichen Dichterkomponisten, Diplomaten und königlichen Beraters Oswald von Wolkenstein (1377 – 1445) überging. Nachdem er die damals verfallene Feste hatte erneuern und ausbauen lassen, bewohnte er die stolze, mit einer Ringmauer und einem wehrhaften Bergfried ausgestattete Wohnburg zu Füßen des Schlern.

Rund um die alten Gemäuer geben Infotafeln Einblicke in das Leben dieses streitlustigen Burgherrn und die ritterliche Lebenswelt.

Nach der Besichtigung der Burgruine folgt man dem nahezu ebenen Weg Nr. 3 in Richtung Bad Ratzes.

Er führt in einen verwunschenen Märchenwald, in dem man allerlei Kurioses und Wissenswertes über das Mittelalter und die hiesige Geologie erfährt.

Nach etwa 20 Minuten erreicht man Bad Ratzes, wo bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein Badekurhaus errichtet wurde. Damals wurden den Gästen Trink- und Badekuren aus zwei verschiedenen Mineralquellen dargeboten, die Leiden wie dem Rheumatismus oder der Gicht entgegenwirken sollten.

Während die Eisenquelle zu Beginn des 21. Jahrhunderts durch einen Erdrutsch verschüttet wurde, speist die Schwefelquelle nach wie vor die Ruheoase von Bad Ratzes.

Etwas oberhalb des einstigen Badekurhauses zweigt der Bischofsweg Nr. 3A in Richtung Hauenstein ab. Längs des gemächlichen Weges erhascht man immer wieder Ausblicke auf Seis und die gegenüberliegende Bergwelt.

Unterhalb der Burg Hauenstein folgt man sodann dem Weg Nr. 3, der nach etwa zehn Minuten zu den Überresten der einst stolzen Burg Salegg führt. Zuvor aber lohnt ein kurzer Abstecher zum eisernen „Geschichtsbuch“, in dem unterhaltsame mittelalterliche Sagen und Lieder gesammelt wurden.

Nach der Besichtigung der Ruine Salegg, die vermutlich im Besitze einer Nebenlinie der Herren von Kastelruth war, folgt man weiterhin dem Weg Nr. 3 in Richtung Seis.

Nach wenigen Minuten gelangt man an ein Abzweigung, bei der man sich rechts hält. So wandert man über Holzstufen hinab, hinter denen man dem rechts abzweigenden Pfad nach unten folgt.

Wenig später hält man sich erneut rechts und kommt bald an einer Metallrutsche vorbei.

Diesen Pfad behält man solange bei, bis links ein Steig zur Seiser-Alm-Bahn hinabführt.

 

Im eisernen Geschichtsbuch wurden anregende Geschichten und Lieder aus dem Mittelalter gesammelt
Im eisernen Geschichtsbuch wurden anregende Geschichten und Lieder aus dem Mittelalter gesammelt

Kuriose Details zur Burg Hauenstein

Marx Sittich von Wolkenstein (1563-1619) war nicht nur ein Nachfahre Oswald von Wolkensteins, sondern wird auch als der erste Chronist Südtirols gehandelt. In seinem Werk „Allgemeine Landbeschreibung von Tirol“ beschreibt er unter anderem die Tiere, die damals die Wälder bewohnten. Neben tatsächlich existierenden Waldbewohnern wie dem Luchs oder dem Wolf führte er auch Fabelwesen wie das Einhorn oder den Drachen an. Die damaligen Menschen waren nämlich von deren Existenz überzeugt.

Burg Hauenstein thront auf einem riesigen Felsblock, der in grauer Vorzeit vom Schlern herabstürzte.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde oberhalb von Seis ein Schwert aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. gefunden. Wenngleich keinerlei Zusammenhang mit der Burg besteht, erhielt es die Bezeichnung „Hauensteiner Schwert“. Heute kann man diese 3.500 Jahre alte Waffe aus der Bronzezeit im Stadtmuseum Bozen bewundern.

Infos zur Wanderung

  • Dauer:02:30 h
  • Länge:7.4 km
  • Höhenmeter:325 m
  • Min. Höhe:1012 m
  • Max. Höhe:1289 m

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