St. Cyrill bei Brixen

Wanderung am Europa-Besinnungsweg nach Tils und Pinzagen

St. Cyrillus bei Tils
St. Cyrillus bei Tils

Wanderung nach St. Cyrill und Tils

Ausgangspunkt dieser besinnlichen Rundwanderung ist das Kreuztor in Brixen, das im Volksmund auch Sonnentor genannt wird.

Von hier wandert man durch die Kreuzgasse in Richtung Hauptstraße, die man durch die Unterführung unterquert. Nahe dem Parkhaus schlägt man sodann den Kastanienweg ein, der zunächst der asphaltierten Straße in Richtung Untereben folgt.

In einer Kehre zweigt schließlich rechts der Europabesinnungsweg ab. Mit acht Stationen geschmückt, führt er durch den Wald zum Kirchlein St. Cyrill, das auf etwa 800m Höhe auf einem Waldhügel thront.

Das im 13. Jahrhundert erstmals erwähnte Gotteshaus vereint romanische und barocke Elemente in sich. Besonders beeindruckend sind die Fresken auf dem Westportal, welche den hl. Christophorus, den hl. Oswald, Maria Magdalena, die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind, den hl. Laurentius und den hl. Cyrill abbilden.

Nach dem Besuch des Kirchleins wandert man auf dem Weg Nr. 8 zum Weiler Tils. Hier folgt man dem Weg Nr. 20, der nach Pinzagen führt.

Im von Weinbergen, Wiesen und Wäldern umgebenen Weiler angekommen, gelangt man auf den Wegen Nr. 20A und 11 über die Tschötscher Heide in die Bischofsstadt Brixen zurück.

 

Bildstock am Wegesrand
Bildstock am Wegesrand

Kurzer Einblick in die Geschichte des Weges

Im Jahre 1993 errichteten freiwillige Helfer im Auftrag der Brixner Pfarrei St. Michael unentgeltlich den Europabesinnungsweg, der durch Spenden seitens der Bevölkerung ermöglicht worden war. Noch im Oktober desselben Jahres wurde er vom damaligen Diözesanbischof Wilhelm Egger im Beisein weiterer europäischer Bischöfe und zahlreicher Gläubiger eingeweiht.

Die acht Stationen entlang des Weges sind übrigens 24 Heiligen gewidmet, die sich für ein geeintes und friedliches Europa einsetzten. Die Bildstöcke sind mit Bronzereliefs der Heiligen, ihrer Landesflagge und einem Bibelvers in ihrer jeweiligen Landessprache geschmückt.

 

Auf dem Europa-Besinnungsweg nach St. Cyrill
Auf dem Europa-Besinnungsweg nach St. Cyrill

Was es mit der Fahne des Europabesinnungsweges auf sich hat

Die Fahne des Europaweges wurde übrigens der Europafahne nachempfunden. Im Unterschied zu selbiger ist ihr Sternenkreis als Sinnbild der Offenheit und Toleranz geöffnet. Das Kreuz in der Mitte des Kreises soll indes auf Europas christliche Prägung verweisen.

 

Wertvolle Fresken schmücken das Westportal der Kirche von St. Cyrill
Wertvolle Fresken schmücken das Westportal der Kirche von St. Cyrill

Das Leben des heiligen Cyrill von Saloniki

Der heilige Cyrill (826-869) entstammte einer vornehmen griechischen Familie. Von Kindesbeinen an interessierte er sich für die griechische Kultur und die slawischen Sprachen und sollte alsbald zu den Gelehrtesten seiner Zeit zählen.

Nachdem er sich zusammen mit seinem Bruder für das Mönchsleben entschieden hatte, wurde er vom Kaiser höchstpersönlich als Missionar zu den slawischen Völkern berufen. Als solcher übersetzte er die Bibel ins Slawische. Da diese Sprache noch keine eigenen Schriftzeichen entwickelt hatte, entwarf er den Vorläufer der kyrillischen Schrift, die später nach ihm benannt werden sollte.

Da Cyrill auch liturgische Texte ins Slawische übertrug und die Liturgie in der Volkssprache feierte, sollte er alsbald auf Widerstand seitens der Politik und der westlichen Kirche stoßen.

Daraufhin reiste er mit seinem Bruder nach Rom, um beim Papst die Genehmigung für diese Form der Missionierung einzuholen. Wenngleich sich Hadrian II. begeistert zeigte, konnte Cyrill sein Vorhaben nicht mehr in die Tat umsetzen: Er verstarb noch in Rom.

Infos zur Wanderung

  • Dauer:02:15 h
  • Länge:7 km
  • Höhenmeter:325 m
  • Min. Höhe:559 m
  • Max. Höhe:892 m

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