Oberbachernspitze Wanderung

Über die Talschlusshütte, Zsigmondyhütte und Büllelejochhütte auf die Oberbachernspitze mit Blick auf die Drei Zinnen

Von der Büllelejochhütte zweigt der Steig Nr. 101A zur Oberbachernspitze ab
Von der Büllelejochhütte zweigt der Steig Nr. 101A zur Oberbachernspitze ab

Auf der Oberbachernspitze im Herzen der Sextner Dolomiten eröffnet sich ein schwindelerregend schönes Panorama. Unterwegs laden drei der beliebtesten Hütten im Naturpark Drei Zinnen zur Einkehr:  die Talschlusshütte, die Zsigmondyhütte und die Büllelejochhütte.

 

Im Hintergrund erheben sich die weltberühmten Drei Zinnen
Im Hintergrund erheben sich die weltberühmten Drei Zinnen

Wegbeschreibung Oberbachernspitze

Die Wanderung auf die Oberbachernspitze nimmt bei der Fischleinbodenhütte in Sexten ihren Anfang, neben der sich zahlreiche kostenpflichtige Parkplätze finden.

Von der Fischleinbodenhütte folgt man dem Wanderweg Nr. 102, der sich ohne nennenswerte Höhenunterschiede durch das licht bewaldete Fischleintal zur beliebten, von wuchtigen Bergen umrahmten Talschlusshütte schlängelt.

Bei der Talschlusshütte behält man den Weg Nr. 102 bis zur nächsten Weggabelung bei, an der links der Wandersteig Nr. 103 in Richtung Zsigmondyhütte abzweigt.

Vor der imposanten Kulisse der ringsum aufragenden Dolomiten und namentlich des trutzigen Einserkofel schlängelt er sich im steten Anstieg über die teils latschenbewachsenen, stein- und felsdurchsetzten Hänge zu dieser beliebten Hütte auf 2.224 m Höhe.

Hinter der Zsigmondyhütte steigt der nunmehr sanftere Weg Nr. 101 durch steinbeschlagene Bergwiesen und teils felsiges, teils schrofiges Gelände zum Oberbachernjoch auf 2.519 m Höhe und zur unmittelbar dahinter gelegenen Büllelejochhütte an. Diese hölzerne, in eine berückende Dolomitenlandschaft gebettete Schutzhütte ist übrigens die kleinste und zugleich höchstgelegene in den Sextner Dolomiten.

Neben der Büllelejochhütte zweigt der Weg Nr. 101A in Richtung Oberbachernspitze ab. Er führt im angenehmen Anstieg durch die teils grasbewachsene Berglandschaft auf die nahe Oberbachernspitze. Während des Anstiegs trifft man auf Überreste alter Stollen und Schützengräben, die an jene finsteren Zeiten erinnern, in denen hier oben ein grausamer Gebirgskrieg tobte.

Neben dem Gipfelkreuz auf 2.677 m Höhe  eröffnet sich schließlich ein im wahrsten Sinne des Wortes schwindelerregend schöner Ausblick auf die jäh abbrechende Nordwand der Oberbachernspitze und die umliegenden Sextner Dolomiten mit den unverkennbaren Drei Zinnen, der spitz zulaufenden Dreischustergruppe oder dem benachbarten Einserkofel. An klaren Tagen lassen sich selbst der Großvenediger und der Großglockner in der Ferne ausmachen.

Der Abstieg von der Oberbachernspitze erfolgt auf dem Hinweg.

 

Unser Blick schweift über den Paternkofel und die Hohe Gaisl auf die Drei-Zinnen-Hütte
Unser Blick schweift über den Paternkofel und die Hohe Gaisl auf die Drei-Zinnen-Hütte

Angegebene Aufstiegszeiten Oberbachernspitze

Fischleinbodenhütte – Talschlusshütte: 30’

Talschlusshütte – Zsigmondyhütte: 2h

Zsigmondyhütte – Büllelejochhütte: 1h

Büllelejochhütte - Oberbachernspitze: 30'

 

Zeugnisse einer traurigen Vergangenheit vor der Kulisse des Elfer und der Hochbrunner Schneid
Zeugnisse einer traurigen Vergangenheit vor der Kulisse des Elfer und der Hochbrunner Schneid

Gebirgskrieg im Gebiet der Drei Zinnen

Als Italien im Mai 1915 in den Ersten Weltkrieg eintrat, wurde Tirol unmittelbarer Schauplatz der Kampfhandlungen.

Die circa 600 km lange Front verlief zwischen dem Ortlergebiet, dem Gardasee und den Sextner Dolomiten. Nach dem Leitsatz „Wer die Gipfel besetzt, beherrscht die Täler“ wurde mehr als ein Sechstel davon in eine Höhe von über 2.000 m verlegt.

Es folgte ein leidvoller und entbehrungsreicher Stellungskrieg in Fels und Eis, der im Raum Sexten mehr als zwei Jahre andauern sollte.

In dieser Zeit verwandelte sich die malerische Bergwelt in eine grausame Frontlandschaft: Stollen wurden in die Felsen getrieben, Schützengräben ausgegraben, Stellungen und Unterkünfte für tausende Soldaten errichtet, kilometerlange Militärstraßen angelegt, Seilbahnen gebaut und Tunnels in die Felsen gebohrt, um Anhöhen und ganze Gipfel zu sprengen. Die Wunden, die der Krieg hinterlassen hat, sind im Gebiet der Drei Zinnen noch heute sichtbar...

Der erbittertste Feind der Soldaten war aber die Natur: Allein im Winter 1916/17 kamen etwa 10.000 Soldaten durch Steinbrüche, Lawinen, Hunger und eisige Temperaturen von bis zu minus 35 Grad Celsius ums Leben.

Erst mit der Abberufung der italienischen Truppen ins Isonzogebiet im November 1917 endete der Krieg in den Dolomiten.

Infos zur Wanderung

  • Dauer:07:00 h
  • Länge:18.2 km
  • Höhenmeter:1200 m

  • Min. Höhe:1450 m
  • Max. Höhe:2664 m

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