Kurort Meran

Vom Kurort für Tuberkulosepatienten zum mondänen Treffpunkt

Spätestens als Robert Koch 1882 im Tuberkelbazillus den eigentlichen Erreger der Tuberkulose ausgemacht hatte, war nicht mehr zu leugnen, dass selbst das bekömmlichste Klima, die süßesten Trauben und die gesündeste Milch nichts gegen den tückischen Erreger auszurichten vermochten. Die Zeichen der Zeit erkennend, entwickelte sich Meran fortan von der Heilstätte für Lungenkranke zum mondänen Klima- und Luftkurort, in dem sich immer mehr rekonvaleszierende, gesunde und „modekranke“, sprich von Melancholie und Langeweile gezeichnete Gäste einfanden. Mithin rückte das Rahmenprogramm zunehmend in den Vordergrund: Kunst- und Naturgenuss sowie gesellschaftliche Veranstaltungen sollten die Wirkung der Kur verstärken und den Gästen ihren Aufenthalt so unterhaltsam, kurzweilig und angenehm wie möglich gestalten.

Hatte ein Reisebuch aus dem Jahre 1846 noch erklärt, dass sich der Aufenthalt in Meran auf den Genuss des milden Klimas und der Natur beschränke, wartete die Passerstadt, die nunmehr von einer regen Bautätigkeit erfasst wurde, mit immer reichhaltigeren Rahmenprogrammen auf. Insofern mag es kaum verwundern, dass sich immer mehr namhafte Literaten, Musiker und Künstler in der Passerstadt einfanden...

Detail am Rande

Der Meraner Kurtourismus hatte sich lange auf die Herbst- und Wintermonate konzentriert. Als aber im Laufe des 20. Jahrhunderts immer mehr Italiener die Passerstadt aufsuchten, waren plötzlich auch die Sommermonate gut gebucht. Während die einen Merans „Wintermilde“ schätzten, gingen die Südländer hier wortwörtlich in „Sommerfrische“.

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