Carl-Toldt-Weg in Vahrn

Gemütlicher Spaziergang zu den Ruinen Voitsberg und Salern und zu den Kneippanlagen

Von den bröckelnden Gemäuern der Ruine Salern erschließt sich ein spektakulärer Blick auf den Brixner Talkessel
Von den bröckelnden Gemäuern der Ruine Salern erschließt sich ein spektakulärer Blick auf den Brixner Talkessel

Ausgangspunkt dieses gemütlichen Spaziergangs ist der Parkplatz im Vahrner Oberdorf.

Hier überquert man zunächst die Brücke und folgt der asphaltierten Voitsbergstraße. Schließlich zweigt links die Bahnhofsstraße ab, von der wiederum der Rasittenweg wegführt.

An dessen Ende wendet man sich nach rechts, überquert die Brücke und erblickt auch schon eine Gedenktafel. Sie erinnert an den Professor der Anatomie und späteren Universitätsrektor Carl Toldt (1840-1920), der im Jahre 1898 den Verschönerungsverein Vahrn ins Leben gerufen hat. Der hier beginnende Weg ist nach ihm benannt.

Stets den grünen Wegweisern mit der Aufschrift Carl-Toldt-Weg folgend, wandert man den sanft ansteigenden, von Trockenmauern, Laub- und Nadelbäumen umsäumten Waldsteig hoch. Unterwegs kommt man auch an einigen knorrigen Kastanienbäumen vorbei, von denen Vahrn einst umgeben war.

Schließlich zweigt rechts der Weg zur Ruine Voitsberg ab, zu der ein kurzer Abstecher lohnt. Der mächtige Fürstbischof Bruno von Kirchberg hatte sie im Jahre 1277 zerstören lassen, nachdem sich der Burgherr gegen ihn gestellt hatte.

Drei Jahre später ordnete der Bischof den Bau des Schlosses Salern an, dem unser nächster Besuch gilt. Dazu wandert man wieder zum Carl-Toldt-Weg hinab und setzt den Weg auf ihm fort. Alsbald erblickt man auch schon die Mauerreste der einstmals wehrhaften Anlage, von der nur mehr Teile des Bergfrieds die Zeiten überdauert haben.

Hinter der Ruine überquert man sodann die Schalderer Straße. Weiterhin den Wegweisern mit der Aufschrift Carl-Toldt-Weg folgend, wandert man zur Vahrner Kneippanlage hinab. Diese wartet nicht nur mit der ältesten Wassertretanlage Südtirols, einem belebenden Barfußweg und Trimm-dich-Geräten auf, sondern auch mit einer einladenden Liegewiese, einem liebevoll gestalteten Labyrinth und einem Kinderspielplatz.

Von hier folgt man dem Waldweg, der entlang des fröhlich rauschenden Schalderer Bachs zurück zum Ausgangspunkt führt.

Der Weg wird von Trockenmauern und schattenspendenden Bäumen umsäumt
Der Weg wird von Trockenmauern und schattenspendenden Bäumen umsäumt

Detail am Rande

Nach der Eröffnung der Brennerbahn im Jahre 1867 fand das ehedem verschlafene Vahrn Anschluss an die Welt. In der Folge entwickelte es sich zu einem namhaften Tourismusort. Insbesondere aus Wien und München kamen betuchte Gäste angereist, die hier Ruhe und Erholung suchten und bevorzugt in Vahrns malerischen Kastanienhainen flanierten. Besonders aber schätzten die vornehmen Damen, die größten Wert auf ihren blassen Teint legten, die schattenspendenden Riesen.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs fand dieser touristische Aufschwung Vahrns ein jähes Ende – und auch zahlreiche Kastanienbäume sollten bis in die 70iger Jahre dem Beil zum Opfer fallen...

Infos zur Wanderung

  • Dauer:01:15 h
  • Länge:3.6 km
  • Höhenmeter:175 m
  • Min. Höhe:644 m
  • Max. Höhe:796 m

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