Peschiera del Garda Altstadt

Sehenswürdigkeiten in der befestigten Stadt Peschiera del Garda am Mincio im Süden des Gardasees

Durch die fünf Rundbögen fließt der Mincio aus der Festungsstadt Peschiera del Garda in Richtung Po

Von einer sternförmigen Festung umfriedet, präsentiert sich die mittelalterliche, von Wasserkanälen durchzogene Altstadt von Peschiera del Garda am Südostende des Gardasees. Die einzigartige Symbiose aus dicken Festungsmauern, See- und Flusslandschaft verleiht ihr einen ganz besonderen Charme. Peschiera del Garda liegt nämlich nicht nur direkt am Gardasee – auch dessen einziger Abfluss fließt mitten durch den alten Stadtkern. Die Rede ist vom Fluss Mincio, der von hier aus weiter nach Mantua und sodann bei Governolo in den Po fließt. Dieser einstmals wichtige Handelsfluss teilt Oberitalien noch heute in eine lombardische und eine venezianische Hälfte.

 

Der Mincio, einst eine wichtige Handelsroute

Geschichte Peschiera del Garda Altdstadt

Bereits die Römer wussten diese strategische und geschützte Lage zu schätzen und errichteten hier eine Festung. Diese sollte im Laufe der Geschichte mehrfach um- und ausgebaut und des Öfteren heiß umkämpft werden. Wer diese Stadt innehatte, beherrschte nämlich nicht nur das Südufer des Gardasees, sondern konnte auch die ansonsten kaum überwindbare natürliche Grenze des Flusses überschreiten und somit in die Lombardei oder in Venetien einfallen – von Peschiera del Garda bis Mantua gab es nämlich lange keine Brücke, die über die ehedem nahezu unpassierbare See- und Sumpflandschaft längs des Mincio führte. Außerdem gewährte Peschiera del Garda eine direkte Verbindung zum Mittelmeer, zumal man auf dem Mincio einstmals bis zum Po schiffen konnte.

Ihr heutiges Antlitz verdankt die Stadt insbesondere den Venezianern, die sie im 16. Jahrhundert zu einer wuchtigen Festungsstadt ausbauten, und den Habsburgern, die diese Bastion im 19. Jahrhundert nochmals erweiterten. Das nunmehr mit 2 km langen Festungsmauern umfriedete Peschiera del Garda bildete sodann mit Verona, Legnago und Mantua ein Festungsviereck, das der italienischen Einigungsbewegung Einhalt gebieten sollte. Diese Pläne wurden allerdings zunichte gemacht, als es 1848 von piemontesischen Truppen eingenommen wurde...

 

Im Parco degli Aviatori erschließt sich ein weiter Blick auf den schimmernden Gardasee

Interessantes zu Peschiera del Garda Altstadt

Einstmals lebte die Stadt vornehmlich vom Fischfang. Besonders beliebt war der Aal, der sogar ins Stadtwappen aufgenommen wurde.

Noch bevor Goethe seine erste Italienreise unternahm, machte sich der Schriftsteller und Gelehrte Wilhelm Heinse 1780 auf den Weg in den Süden. Auf seiner Rückreise kam er auch am Gardasee vorbei, der in seinem Roman „Ardinghello“ Niederschlag finden sollte. So spielt ein Teil der Handlung auf einem Landgut in Peschiera del Garda, seinem ersten Halt am Gardasee. Noch vor Goethes „Italienischer Reise“ sollte dieses Werk den deutschen Lesern einen neuen Blick auf Italien erschließen und die Renaissance auf eine Stufe mit der römischen Antike stellen.

Zunächst aber notierte Heinse in seinem Tagebuch: "Etwa eine Miglie von Pesqiera erblickt man den See di Garda, einen der reizendsten vielleicht auf der Welt, so prächtig und schön erheben sich nach und nach die Gebürge dahinter herum […] Unten liegt still und blinkend und ruheklar und hell der See in lieblichem, wollüstigen fruchtbaren Grün der Bäume und mildem Schooß der Erde."

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