Sass de Stria Wanderung

Wanderung vom Valparolapass auf den Sass de Stria (Hexenstein)

Während der Sass de Stria (Hexenstein), der sich am Valparolapass zwischen Belluno und dem Gadertal erhebt, im Ersten Weltkrieg Schauplatz erbitterter Kämpfe war, ist er heute ein beliebter, über seine Nordseite leicht erklimmbarer Aussichtsgipfel, der allerdings Trittsicherheit voraussetzt.

 

Wegbeschreibung Sass de Stria (Hexenstein)

Die Wanderung auf den Sass de Stria (Hexenstein) beginnt auf dem Valparolapass. Neben dem einstigen Sperrfort „Tra i Sassi“, das heute ein Kriegsmuseum birgt, finden sich einige Parkmöglichkeiten.

Dem historischen Maultierpfad Nr. 30 in Richtung Sass de Stria folgend, führt die Wanderung zunächst über die schrofigen Bergwiesenhänge auf ein von restaurierten Schützengräben und alten Stellungen durchzogenes Plateau, über welches die rotweißen Markierungen und Pfeile den Weg weisen.

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Zuletzt folgt der anspruchsvollste Teil der Wanderung: die leichte Kletterei (Klettersteig A/B) über eine schmale, mit Holzplanken, Halteseilen, Holz- und Stahlleitern gesicherte Steilrinne zum aussichtsreichen Gipfel des Sass de Stria.

Neben dem schlichten Gipfelkreuz entfaltet sich schließlich ein unvergesslich schöner Panoramablick: Der Blick schweift über unzählige Dolomitengipfel von der Puezgruppe über den Sellastock, den Settsass, die Marmolata, den Averau, die Cinque Torri bis hin zur Tofana und den nahen Lagazuoi.

Der Abstieg vom Sass de Stria erfolgt entlang des Aufstiegsweges.

 

Wie der Sass de Stria zu seinem Namen kam

Wie bereits der deutsche Name „Hexenstein“ vermuten lässt, bedeutet Stria auf Ampezzanisch „Hexe“. Der Legende nach sollen auf dem Sass de Stria nämlich Hexen ihr Unwesen getrieben haben...

 

Der Sass de Stria im Ersten Weltkrieg

Von 1915-1917 tobte im Gebiet um den Valparolapass ein erbitterter Stellungskrieg. Während die österreichischen Gebirgssoldaten die oberen Stellungen und den Bergrücken des benachbarten Lagazuoi eingenommen hatten und sich die Italiener von unten auf diesen Gipfel zu kämpfen versuchten, wurde der Sass de Stria gänzlich von den Kaiserjägern beherrscht. Da sie vom Sass de Stria die gesamten Stellungen vom Umkreis der Tofana über Andraz bis unterhalb des Settsass überblicken konnten, wurde er zu einem Schlüsselpunkt, um den Vorstoß der Italiener ins Gadertal zu verhindern. Der Gipfel diente dabei als Beobachtungsposten, die Geschütze wurden indes am Nordhang positioniert. Mit einem starken Scheinwerfer am nordöstlichen Steilhang beleuchteten die österreichischen Gebirgssoldaten selbst entlegene Stellen.

Nachdem die Italiener drei erfolglose Angriffe auf den Sass de Stria unternommen hatten, begannen beide Seiten im Jahre 1916 Tunnel und Höhlen in die Berge zu graben, um die gegnerischen Stellungen zu sprengen. Im Zuge dieses erbitterten Minenkrieges wurde unter anderem der Gipfel des nahen Col di Lana gesprengt. Den Sass de Stria aber konnten die Italiener bis zur Aufhebung der Dolomitenfront im Jahre 1917 nicht einnehmen. Noch heute legen Schützengräben, Tunnel und militärische Stellungen ein beredtes Zeugnis vom damaligen Gebirgskrieg ab.

Infos Sass de Stria Wanderung

  • Dauer:01:30 h
  • Länge:2,7 km
  • Höhenmeter:275 m
  • Min. Höhe:2179 m
  • Max. Höhe:2477 m

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