Grödner Bahnweg - Themenweg von St. Christina nach St. Ulrich

Spaziergang auf der einstigen Trasse der Grödner Bahn

Dieser Tunnel wartet mit interessanten Informationen zur Grödner Bahn auf
Dieser Tunnel wartet mit interessanten Informationen zur Grödner Bahn auf

In den Jahren 1916 bis 1960 verkehrte zwischen Plan in Wolkenstein und Klausen eine einspurige Schmalspurbahn, das sog. „Grödner Bahnl“. Die insgesamt 31 km lange Strecke wartete außerdem mit fünf Durchgangsbahnhöfen auf: Lajen Ried, St. Peter, St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein.

Teile dieser ehemaligen Bahntrasse wurden mittlerweile in eine historisch und landschaftlich reizvolle Promenade umgestaltet, die von St. Christina nach St. Ulrich führt.

 

Auf nahezu ebenen Wegen nach St. Ulrich
Auf nahezu ebenen Wegen nach St. Ulrich

Wegbeschreibung Grödner Bahnweg

Dieser gemütliche Spazierweg nimmt in der Cislesstraße in St. Christina ihren Anfang (vom Dorfzentrum kommend, die erste Abzweigung nach dem Kreisverkehr auf der linken Straßenseite).

Er führt großenteils eben und mitunter sanft abfallend nach St. Ulrich hinab. Längs des Weges geben zahlreiche Informationstafeln mit anschaulichen historischen Bildern Einblicke in die Geschichte der Grödner Bahn.

Am Ende eines Tunnels wartet außerdem ein kleines Holzhäuschen mit alten Videoausschnitten zur Bahn und zum legendären Bergsteiger und Regisseur Luis Trenker auf.

Die insgesamt 5 km lange Promenade endet bei der Pfarrkirche in St. Ulrich.

Der Rückweg erfolgt auf dem Hinweg. Alternativ dazu kann man auch mit den regelmäßig verkehrenden Bussen nach St. Christina zurückfahren.

 

Dieses bronzene Standbild erinnert an die mühevollen Bauarbeiten der Kriegsgefangenen
Dieses bronzene Standbild erinnert an die mühevollen Bauarbeiten der Kriegsgefangenen

Kurzer Einblick in die Geschichte der Grödner Bahn

Der geplante Bau der Grödner Bahn hatte jahrelang die Gemüter erregt und für hitzige Diskussionen gesorgt. In erster Linie ging es um die Frage, wo diese Touristenattraktion ihren Anfang nehmen sollte. Gleich mehrere erblühende Fremdenverkehrsorte beanspruchten dieses Privileg nämlich für sich.

Mit der Kriegserklärung Italiens im Mai 1915 wurde ihr Bau schließlich erforderlich, um die Versorgung der Dolomitenfront mit Kriegs- und Lebensgütern sicherstellen zu können.

Ab September desselben Jahres arbeiteten insbesondere russische und serbische Kriegsgefangene unter großenteils menschenunwürdigen Bedingungen am Bau der Trasse, die einen Höhenunterschied von 1.072 m überwand.

Nur fünf Monate später, nämlich am 06. Februar 1916, konnte die kleine Bahn bereits Fahrt aufnehmen. Fortan sollten täglich bis zu 400 Tonnen Kriegsmaterial über die Schienen rollen.

Nach dem Friedensschluss wurde die Bahnfahrt vor der malerischen Kulisse des Langkofel indes eine wahre Touristenattraktion. Außerdem erlangte die Bahn nun auch wirtschaftliche Bedeutung, zumal sie beispielsweise Grödner Holzschnitzereien nach Klausen beförderte, von wo aus sie in die ganze Welt gelangten.

Mit ihrer kargen Durchschnittsgeschwindigkeit von 14 km/h berg- und 18 km/h talwärts – eine Bahnfahrt dauerte in den 1950ern noch 2h10’ – war die Grödner Bahn schließlich aber nicht mehr zeitgemäß. Da die nötigen Gelder für die dringend erforderlichen Modernisierungen fehlten, wurde ihr Betrieb Ende Mai des Jahres 1960 eingestellt.

 

Hier verkehrte einst die Grödner Bahn
Hier verkehrte einst die Grödner Bahn

Details am Rande

Auf dem Bahnhofsplatz in St. Ulrich erinnert noch heute eine alte Dampflokomotive aus der Kriegszeit an das alte „Grödner Bahnl“.

Um die Bahn bauen zu können, mussten einige Höfe abgerissen werden. Wie zumeist in Kriegszeiten erhielten deren Besitzer aber nur dürftige Entschädigungen...

Infos zur Wanderung

  • Dauer:03:00 h
  • Länge:11.1 km
  • Höhenmeter:225 m
  • Min. Höhe:1233 m
  • Max. Höhe:1453 m

Höhenprofil

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