Schloss Tirol bei Meran

Die Stammburg der Grafen von Tirol und Wiege des Landes Tirol

Kleiner Einblick in die Geschichte von Schloss Tirol

In strategisch günstiger Lage hoch über Meran erhebt sich Schloss Tirol, die geschichtsträchtige Stammburg der Grafen von Tirol. Dieses bayrische Adelsgeschlecht hatte um 1140 die Burg bezogen, sie ausgebaut und von hier aus seine Macht beständig erweitert.

Als Tirol, das „Land im Gebirge“, unter Meinhard II. (ca. 1238-1295) zur eigenständigen Grafschaft erhoben worden war, wurde es nach der Residenzburg des nunmehrigen Landesfürsten „Tirol“ genannt. Die Burg gab dem Land Tirol also seinen Namen.

Nun wuchs Schloss Tirol zum Zentrum feudaler Macht heran.

Nach der Verlegung des landesfürstlichen Hofes nach Innsbruck im Jahre 1420 aber wurde es still um die altehrwürdige Burg, die insbesondere in der Neuzeit nach und nach in einen desolaten Zustand verfiel.

 

Schloss Tirol heute

Nach mehrmaligen Umbau- und Restaurierungsarbeiten präsentiert sich Schloss Tirol heute wieder als beliebtes Ausflugsziel. Kulturhistorisch interessant sind insbesondere die Portale des Rittersaals und der Kapelle – zwei ansehnliche Zeugnisse hiesiger romanischer Kunst des 12. Jahrhunderts – sowie die zweigeschossige Kapelle. Selbige beherbergt eine Rundapsis mit gotischem Altar, die älteste Tiroler Glasmalerei, zahlreiche frühgotische Wandmalereien sowie eine imposante holzgeschnitzte Kreuzigungsgruppe aus dem 14. Jahrhundert.

Außerdem ist auf der Burg das Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte untergebracht.

 

Details am Rande

Während des Ersten Weltkrieges wurden die Glocken der Burgkapelle abgenommen und für Kriegszwecke eingeschmolzen. Seit Mai 2015 erklingen im ehemals verwaisten Turm wieder zwei Glocken, die der heiligen Elisabeth und dem heiligen Pankratius, den Patronen der Schlosskapelle, geweiht sind.

Kaiserin Sis(s)i spazierte mehrmals zur Burg. Bei ihrem ersten Aufstieg verstauchte sie sich allerdings den Fuß.

In die Liste prominenter Besucher reihten sich fernerhin der deutsche Maler und Graphiker Franz Marc sowie der deutsche Komponist und Dirigent Max Reger.

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