Rundwanderung vom Karersee über den Labyrinthsteig

Aussichtsreiche Wanderung am Rosengarten und zu Füßen des Latemar

Der Karersee vor der malerischen Kulisse des Rosengarten
Der Karersee vor der malerischen Kulisse des Rosengarten

Diese Rundwanderung am Karersee führt durch schattenspendende, vom süßen Gesang zahlreicher Vögel erfüllte Wälder und ein Gewirr aus unzähligen Felsblöcken zu Füßen des Latemar.

Ausgangspunkt ist der kristallklare, blaugrün schimmernde Karersee, nahe dem sich ein gebührenpflichtiger Parkplatz befindet.

Hier folgt man zunächst dem Seerundweg, um am Südufer den Waldweg Nr. 12 einzuschlagen. Dieser führt im sanften Anstieg zu einem weiteren Kleinod der Natur: dem beschaulichen, von hohen Nadelbäumen umfriedeten Mittersee.

Weiterhin der Markierung Nr. 12 folgend, umrundet man diesen und wandert sodann im steten Anstieg in Richtung „Siedlung Karersee“ weiter.

Schließlich tritt man aus dem Wald heraus, überquert die Straße und erblickt auch schon das altehrwürdige Grandhotel Karersee, hinter dem der lauschige, sanft ansteigende Waldweg Nr. 18 in Richtung Latemarscharte abzweigt.

Alsbald weist am rechten Wegesrand ein mit der Nr. 20 markiertes Schild den Weg in Richtung Labyrinthsteig.

Wenig später wird ersichtlich, warum er diesen Namen trägt: Zu Füßen des hoch aufragenden Latemar windet sich der nunmehr schmale Pfad durch ein Gewirr aus unzähligen Felsblöcken, die im Zuge eines Bergsturzes hierher verfrachtet wurden.

Für gehgewohnte Wanderer und Kinder ist die Wanderung durch dieses Felssturzgelände, das hie und da leichte „Klettereinsätze“ erfordert, einfach zu meistern. Allerdings sollte man genauestens auf die Markierungen achten, da man allzu leicht vom Weg abkommt.

Schließlich gelangt man zum blumenfrohen Mitterleger, einer Bergwiese mit malerischem Blick auf die Felstürme und -zacken des Latemar und des Rosengarten.

Hier folgt man dem Waldweg Nr. 11, der zum Karersee hinabführt. Unterwegs erschließen sich traumverlorene Ausblicke auf den Rosengarten.

 

Der Labyrinthsteig zu Füßen des Latemar
Der Labyrinthsteig zu Füßen des Latemar

Die Sage vom Karersee

Insbesondere im Abendlicht spiegelt der kristallklare Karersee die Umgebung in den schillernden Farben des Regenbogens. Warum dem so ist, erklärt eine alte Südtiroler Sage:

Dereinst lebte eine wunderschöne Wasserjungfrau am Karersee, den sie häufig in ihren Liedern besang. Als der Hexenmeister Masare ihren lieblichen Gesang vernahm, entbrannte er in innigster Liebe zu ihr. Da die scheue Nixe sich ihm aber stets entzog, suchte er verzweifelt eine Hexe auf.

Diese erteilte ihm folgenden Rat: Er solle sich als Juwelierhändler verkleiden, die zauberhafte Nixe mit einem farbenfrohen Regenbogen an das Seeufer locken und sie sodann entführen.

So spannte Masare einen schimmernden, mit zahlreichen Edelsteinen besetzten Regenbogen vom Rosengarten bis zum Latemar. In seiner Aufregung vergaß er aber, sich zu verkleiden...

Tatsächlich erweckte das faszinierende Farbspektakel sogleich das Interesse der schönen Nixe. Als sie aber des Hexenmeisters gewahr wurde, tauchte sie zu Tode erschrocken in den Karersee ein und ward seither nicht mehr gesehen.

Der Hexenmeister aber riss in seinem Schmerz den Regenbogen vom Himmel, zerschlug ihn in tausend Teile und warf diese in den See. Seither erstrahlt der Karersee in den schönsten Farben...

Aus dieser Sage erschließt sich auch, warum der Karersee im Ladinischen „Lec de ergobando“ (Regenbogensee) heißt.

Infos zur Wanderung

  • Dauer:03:15 h
  • Länge:10.4 km
  • Höhenmeter:400 m
  • Min. Höhe:1537 m
  • Max. Höhe:1903 m

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